Schlagwort-Archiv: Zeckenstich

Kardenwurzel-Tinktur Ansatzverhältnis

KardenwurzelDas Ansatzverhältnis 1:1,8 für das volle Wirkstoff-Spektrum der Kardenwurzel

Bei der Anfertigung von Pflanzenkonzentraten ist neben großem handwerklichen Erfahrungsreichtum vor allem botanisches Wissen gefragt. Der Extrakt muss genau die wichtigsten Pflanzenstoffe im optimalen Umfang enthalten.

Beim Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat von Sanoverde sind dies die verfügbaren sekundären Pflanzenstoffe und ätherische Öle, also die schnell und langsam löslichen Bestandteile der frischen Kardenwurzel. Deren umfassendes und verhältnistreues Vorhandensein charakterisiert die Tinktur als ganzheitliches Extrakt, welches über das volle Pflanzenwirkstoff-Spektrum der Karde verfügt. Entscheidend dafür ist das Ansatzverhältnis 1:1,8. Bei diesem kommen 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel.

Weniger Karde im Ansatz = mehr Wirkstoffe im Extrakt

Nun könnte man annehmen, die Konzentrat-Güte stiege parallel zum Kardenanteil. Und tatsächlich gibt es Hersteller, die mit einem Ansatzverhältnis 1:1 werben und behaupten, ein höherer Kardenanteil wäre nicht möglich. Damit wird suggeriert, dass gleiche Lösungsmittel- und Pflanzenanteile ein Qualitätsmaximum bzw. geringere Pflanzenanteile Qualitätseinbußen bedeuteten. Ein Trugschluss, der angesichts der stattlichen Pflanzenkosten nur für unnötige Produktverteuerungen sorgt! Wie am Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat deutlich wird, beschert der 56-prozentige Kardenanteil ein ganzheitliches Extrakt von exzellenter Qualität.

Extraktion schnell UND langsam löslicher Bestandteile

Die Gründe dafür sind einerseits in der begrenzten Tragfähigkeit des Lösungsmittels Alkohol, andererseits in den sich unterschiedlich schnell auflösenden Bestandteilen der Kardenwurzel zu suchen:

a.) Bei einem Karden-Überangebot (Ansatzverhältnis 1:1) wird der Alkohol aufgrund der großen Pflanzenmenge rasch von den schnell löslichen Bestandteilen gesättigt – die Aufnahmekapazitäten sind erschöpft, bevor die langsam löslichen Bestandteile aufgenommen wurden. Das Ergebnis ist unter ganzheitlichen Gesichtspunkten verfälscht, da es nicht die natürliche Zusammensetzung der Kardenwurzel abbildet, sondern ein überproportional hohes Gewicht auf die schnell löslichen Bestandteile legt.

b.) Hingegen wird bei einem ausgewogenen Kardenanteil (Ansatzverhältnis 1:1,8) die Sättigungsgrenze des Alkohols viel später erreicht, sodass neben den schnell auch die langsam löslichen Anteile aufgenommen werden können. Die Relation sämtlicher Inhaltsstoffe, also das ganze Wirkstoff-Spektrum der Karde, wird „maßstabsgerecht“ in die Tinktur überführt.

Viele sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle

Zusammenfassend zeigt sich, dass bei der Kardenextraktion nicht der maximale Pflanzenanteil, sondern die richtige Mischung zählt. Das Ansatzverhältnis 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel bildet die Wirkstoff-Zusammensetzung der Kardenwurzel exakt ab und führt zu einem ganzheitlichen Extrakt. Aufgrund dessen besitzt das Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat eine extrem hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen, welche für die Qualität einer Tinktur maßgeblich sind.

(Quelle Wellnest)

Jeden Sommer das gleiche Drama: Zeckenalarm!

Neu: wirkungsvoller Schutz mit Kokosöl!

Etwa zehn bis 35 Prozent aller Zecken in Europa übertragen Borreliose, bei der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis sind es etwa ein bis fünf Prozent. In Münchener Grünanlgen sind laut Microbiologe Fingerle mindestens jede vierte bis fünfte Zecke von Borreliose befallen.*1

Ganz wichtig:
Gehen Sie weiterhin in die Natur! Bewegung und gute Laune ist nach wie vor der beste Schutz gegen Herz- und Kreislauferkrankungen.

Aber wie schütze ich mich?
einfach nicht stechen lassen! Vermeidung von Zeckenstichen ist die beste Vorbeugung!
Nur: in alberner Verkleidung bei hochsommlicher Hitze in den englischen Garten? mit in die Strümpfe gestopften Hosenbeine? Sicher ein Hingucker, aber kein Vergnügen.

Kokosöl als Zeckenschutz!
Forscher an der FU Berlin*2 haben einen zuverlässigen Schutz gegen Zecken und Co entdeckt: Kokosöl wehrt Zecken ab !
Das Kokosöl wird einfach wie ein Körperöl aufgetragen. Am besten Kopf, Nacken, Arme und Beine mit Kokosöl einreiben, bei Hund und Katze natürlich auch das Fell an Bauch und Rücken, die Ohren nicht vergessen.
Bei Zimmertemperatur ist Kokosöl fest, verflüssigt sich jedoch sofort, wenn man ein Stückchen in die warme Handfläche gibt – einfach in die Haut einmassieren.

Es ist doch passiert: Eine Zecke hat Sie erwischt

Keine Panik, wirklich nicht jede Zecke ist von einem Erreger befallen. Keinesfalls mit Kokosnussöl oder anderen Ölen begießen! Mit einer Zecken-Karte vorsichtig entfernen oder den Arzt aufsuchen. Die Einstichstelle mit Cystussalbe behandeln. Sicherheitshalber können Sie die Zecke an ein anerkanntes Labor zur Untersuchung einsenden.

Quellennachweis:
*1 süddeutsche Zeitung

*2 Die Arbeitsgruppe Angewandte Zoologie/Ökologie der Tiere unter Prof. Dr. Hilker, Dr. Kahl und Dr. Dautel testeten verschiedene Laurinsäure-Lösungen auf ihre Wirksamkeit gegen Nymphen des Holzbocks (Zecke) (Ixodes ricinus). Zwischen 81 und 100 Prozent der Zecken-Nymphen mieden die mit der Lösung behandelten Stellen. Im Laborversuch mit freiwilligen Probanden wurden 75 bis 88 Prozent der adulten Zecken durch diese Laurinsäeure abgestoßen, der Schutz vor Zecken blieb mindestens sechs Stunden wirksam. Naturbelassenes Kokosöl enthält Laurinsäure bis zu einem Anteil von 60 %! Quelle: Dautel H, Kahl O, Siems K, Oppenrieder M, Müller-Kuhrt L&Hilker M (1999).A novel test system for the detection of tick repellents.Entomol. Exp. Appl. 91: 431-441.

 

 

Borreliose? VII. neue Diagnose-Möglichkeiten

Klinische Diagnostik der Lyme-Borreliose  oft schwierig
Eine Borreliose ist laborchemisch nur schwer zu diagnostizieren und ihre Symptome sind sehr vielfältig. Die Antikörpertests (Elisa und Westernblot) zeigen lediglich, ob eine Berührung mit einem Borrelioseerreger stattgefunden hat oder nicht. Sie haben keine Aussagekraft über das Stadium der Krankheit, denn bereits überstandene Infektionen werden auch angezeigt. Untersuchungen zeigen, dass ca. 20 % der klinischen Diagnosen falsch sind, manche Fachleute sprechen sogar von bis zu 60 % Fehlerquoten.

Tarnkappen
Die Borrelien verstecken sich hinter einer Tarnkappe und sind äußerst anpassungsfähig.
„… indem sie Kontroll-Eiweiße des Menschen an ihre Oberfläche binden und so verhindern, dass der Körper sie als feindliche Eindringlinge erkennt. Diejenigen Borrelien, die dem Angriff des Immunsystems entgehen, sind in der Lage, bestimmte Eiweiße auf ihrer Oberfläche zu binden. Diese Eiweiße, so genannte Komplementregulatoren, setzt der menschliche Körper normalerweise ein, um seine eigenen Zellen vor einer Zerstörung durch das Immunsystem zu schützen.“ Prof Zipfel, Uni Jena

Neuer Liquor-Marker zur Diagnose einer Neuroborreliose
ist nur bei einer akuten Neuroborreliose erhöht; UND zeigt den Heilungserfolg an?  Der Liquor-Marker CXCL 13 fungiert als Marker (Anzeiger)  basierend auf einem chemotaktischen Zytokin (Botenstoff).
In einer klinischen Studie wird dieser Liquor-Marker an der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht. Der CXCL 13 ist Laut Prof. Pfister bereits in der sehr frühen Phase einer akuten Neuroborreliose anzuwenden. In  der experimentell klinischen Anwendung war CXCL13 bereits frühzeitig nach Erkrankungsbeginn einer Neuroborrelikose  und oft bereits bevor sich Antikörper bilden konnten, nachweisbar. “ In einer Untersuchung am Klinikum Großhadern wurde die hohe Spezifität des Markers bestätigt, und zwar bei 192 Proben, die auch eine Liquor-Pleozytose ergeben hatten. Bei allen 17 Patienten mit akuter Neuroborreliose war der CXCL-13-Spiegel deutlich erhöht: Der Mittelwert lag über 15.000 pg/ml. Patienten ohne Neuroborreliose dagegen hatten Konzentrationen von nur etwa 250 pg/ml.“ Zur chronisch verlaufenden Borreliose liegen bislang noch keine Daten vor. Derzeit wird dieser Test (noch?) nicht zur Diagnose einer Neuroborreliose empfohlen.
Weitere Studien laufen derzeit an der Neurologischen Klinik der LMU München. Dabei können auch von Ärzten eingesandte Liquorproben analysiert werden. Um eine entsprechende Kontaktaufnahme über Tobias.Rupprecht@med.uni-muenchen.de wird gebeten.

Dieser Liquor-Marker eignet sich nur zur Diagnose einer Neuroboreliose, und wird noch (?) nicht zur Diagnostik empfohlen.
Lesen Sie hier mehr über die Untersuchung des Liquors zur Diagnose einer Borreliose

Fazit:
Aufgrund der beschriebenen Problematik ist das wichtigste Kriterium zur Diagnose einer aktiven oder einer latenten Borreliose vordringlich das gesamte Krankheitsbild, wobei die entsprechende Erfahrungen des behandelnden Arztes ausschlaggebend ist.

 Naturheilverfahren bei Borreliose

Viele schwere Borrelioseerkrankungen sind die Folge ungewöhnlicher Inkubationsstadien. Die Zeit von der Ansteckung durch Zeckenstich bis Ausbruch der Erkrankung ist bei der Borreliose leider unbestimmt. Sie kann Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre betragen. Die Infektion verläuft oft unerkannt, vor allem  wenn zu Infektionsbeginn keine eklatanten Krankheitsmerkmale wie etwa eine Wanderröte (Erythema migrans) auftraten.

Quellen: Ärzte Zeitung, 01.04.2011
Prof. Dr. Peter Zipfel, Abteilung Infektionsbiologie am HKI Jena
Hunfeld KP, Ruzic-Sabljic E, Norris DE, Kraiczy P, Strle F.: In vitro susceptibility testing of Borrelia burgdorferi sensu lato isolatescultured from patients with erythema migrans before and after
antimicrobial chemotherapy. Antimicrob. Agents Chemother. 2005, Vol 49, No 4, p. 1294-1301.
Frank S. Cordes, Pietro Rovesi, Peter Kraiczy, Markus M. Simon, Volker Brade, Oliver Jahraus, Russel Wallis, Christine Skerka, Peter F. Zipfel, Reinhard Wallich and Susan M. Lea: A novel fold for the factorH-binding protein BbCRASP-1 of Borrelia burgdorferi. Nature Structural& Molecular Biology, 2005, Vol 12, No. 3, p. 276-
Rupprecht TA, Pfister HW, Angele B, Kastenbauer S, Wilske B, Koedel U. The chemokine CXCL13 (BLC): A putative diagnostic marker for neuroborreliosis. Neurology 2005; 65(3):448-
Rupprecht TA, Koedel U, Angele B, Fingerle V, Pfister HW. [Cytokine CXCL13 – a possible early CSF marker for neuroborreliosis.]. Nervenarzt 2006; 77(4):470-473.

Borreliose? V. und …weitere Diagnosemethoden

Eine Borreliose muss immer in ihrem gesamten Krankheitsbildes diagnostiziert werden, offensichtlich gibt es derzeit keinen Test, der sicher eine Infektion mit Borrelien bestätigen oder ausschließen kann, alle zur Verfügung stehenden Tests können eine Diagnose nur unterstützen.

Die Suchtests Elisa und Westernblot, der LTT und  Liquor-Test

Aussenseiter-Tests
Die Diagnose über  aufwendige Tests zum Direktnachweis von Borrelien oder der Antikörper wie z. B. der recomBlot Borrelia Test, der T-cellspot Borrelien,  Interferon-Gamma-Test oder Immuntoleranztest ITT®  sind zum großen Teil noch nicht ausreichend geprüft, und die Qualität Ihrer Ergebnisse noch nicht hinlänglich verifiziert. Sie sind keine Kassenleistung und z.T. relativ kostspielig.

Der Elektromagnetische Bluttest konzentriert sich nicht auf Antikörper, sondern auf die Erreger selbst. Eine Blutprobe vom Patienten wird in einem Speziallabor mit biophysikalischen Methoden nach Borrelien und Co-Infektionen untersucht. Sind lebende Erreger vorhanden, fällt der Test positiv aus. – keine Kassenleistung

Der Immunfluoreszenztest (IFT) misst Antikörper die durch spezielle Farbstoffe lichtmikroskopisch sichtbar gemacht werden. Es werden alle Borrelien-Antigene aufgezeigt und es können  alle Borrelien-Antikörper einer Art nachgewiesen werden.
Zur Überwachung einer Therapie gut geeignet. – keine Kassenleistung

Der Hämagglutinations-Hemm-Test (Hämagglutinationstest, Hirst-Test) wird i.d.R. zur Diagnostik bei Virusinfektionen angewendet. Dieser Test beruht darauf, dass die blutverklumpende (hämagglutinierende) Wirkung mancher Viren durch Antikörper, die an die hämagglutinierenden Virusbestandteile binden, gehemmt wird.

Der Graustufentest (VCS – Test, Visual Contrast Sensitivity) wird in der Borreliose Sprechstunde Prof. Dr. Hartmann in Ansbach durchgeführt. Für den Graustufentest muss der Patient auf einer Sehtafel verschiedene Grautöne unterscheiden, Mängel in der visuellen Wahrnehmung dabei können auf Borreliose-Toxine im Körper hinweisen. Test und der entsprechende Therapievorschlag sind mit rund 40 Euro relativ preiswert.

Viele Borrelioseerkrankungen können sich durch die ungewöhnliche Inkubationsstadien so folgenschwer entwickeln. Die Zeit von der Ansteckung durch Zeckenstich bis Ausbruch der Erkrankung ist bei der Borreliose oft unbestimmt. Sie kann Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre betragen. Die Infektion verläuft oft unerkannt, vor allem  wenn zu Infektionsbeginn keine eklatanten Krankheitsmerkmale wie etwa eine Wanderröte (Erythema migrans) auftraten.

Naturheilverfahren bei Borreliose

Quellen: R.B. Stricker, E.E.Winger: Decreased CD57 lymphocyte subset in patients with chronic (B.Wilske et al., Lyme-Borreliose in: Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik. Urban&Fischer Verlag, 2000
J.J. Burrascano: Fortschritte im Verständnis der Lyme-Krankheit (Advances Topics in Lyme Disease), 15. Ausgabe 2005, ilads.org/files/burrascano_0905.pdf
Lyme disease. Immunology Letters 76; 43-48 (2001)
F. Dressler; H.-I. Huppertz: Lyme-Arthritis, arthritis + rheuma 2/2011
Institut für Medizinische Diagnostik – Berlin J Lab Med 2007; 31: 149-158

Borreliose? Diagnose IV. CD57

ELISA, WesternBlot, LTT welche Diagnosemöglichkeiten gibt es außerdem?

CD57-Test bei chronischer Lyme-Borreliose.

Der CD-57-Test basiert auf der Theorie, dass Borreliose die Immunreaktion bestimmter Zellen unterdrückt. Die zelluläre Immunabwehr wird über CD 57+-NK-Zellwert bestimmt.
Klinische Studien und Fallbeobachtungen deuten darauf hin, dass chronische Borrelieninfektionen mit Veränderungen in der zellulären Immunität auftreten können, die sich in einer Verminderung der sogenannten Natürlichen Killerzellen zeigt.
Ein gesundes Immunsystem hat Werte zwischen 60-360/μl CD 57+-NK-Zellen, ein länger an Borreliose Erkrankter zeigt meist Werte < 60 /μl.
Dieser Test dient auch zur Kontrolle von Therapie und Heilungserfolg: Die CD57-Verminderung besteht so lange, bis durch eine Heilung erreicht ist, nach  einer erfolgreichen Therapie steigen die Werte dieser Killerzellen wieder an. -keine Kassenleistung

Für die  Borrelien-Kultur wird die Untersuchungsprobe – Hautgewebe, Blut, auch Liquor (Gehirn-/Rückenmarkflüssigkeit), oder  Gelenkflüssigkeit in eine Nährboden oder eine Nährflüssigkeit für Borrelien gebracht in der diese sich vermehren können. So sind sie leicht nachweisbar. Die Erregeranzucht aus Blut oder insbesondere aus Gelenkflüssigkeit ist aber nur selten erfolgreich, aber etwas sicherer als die Anzucht aus Liquor bei früher Neuroborreliose. – keine Kassenleistung

Die Borrelien-PCR
PCR ist ein direkter Erregernachweis über die Suche nach vorhandenem Erregererbgut, bei dem die DNA kopiert werden, um sie später auf verschiedene Weise sichtbar zu machen  – keine Kassenleistung.

Ein positiver Laborbefund beweist nur, dass eine Borrelios stattgefundenen hat, aber nie ob sie aktiv ist, oder eventuell schon Jahre zurückliegt.  Ein negativer Laborbefund schließt aber eine Borreliose niemals sicher aus.

Es ist denkbar, dass die Borrelieninfektion das Immunsystems unterdrückt, respektive die Ausheilung verzögert und behindert. Es ist aber auch möglich, dass manche Menschen von Natur aus über ein schwächeres Immunsystem verfügen, und daher ein erhöhtes Risiko einer chronifizierten Borrelieninfektion haben.

Naturheilverfahren bei Borreliose

Quellen: Institut für Medizinische Diagnostik – Berlin J Lab Med 2007; 31: 149-158
R.B. Stricker, E.E.Winger: Decreased CD57 lymphocyte subset in patients with chronic Lyme disease. Immunology Letters 76; 43-48 (2001)
F. Dressler; H.-I. Huppertz: Lyme-Arthritis, arthritis + rheuma 2/2011
J.J. Burrascano: Fortschritte im Verständnis der Lyme-Krankheit (Advances Topics in Lyme Disease), 15. Ausgabe 2005, ilads.org/files/burrascano_0905.pdf
(B.Wilske et al., Lyme-Borreliose in: Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik. Urban&Fischer Verlag, 2000

Borreliose? III. Untersuchung des Liquors

Borreliose – ja oder nein?
Die üblichen Suchtests ELISA und Westernblot stellen  in vielen Fällen keine sichere Diagnose dar, denn in der Akutphase einer Borrelioseerkrankung sind oft keine IgM-Antikörper nachweisbar – warum auch immer, die Ursache dafür  konnte noch nicht sicher erforscht werden. Sind aber  IgM-Antikörper nachweisbar, deutet das i.d.R. auf eine noch frische, aktive Erkrankung hin. Anderseits schließt aber das Fehlen von IgM-Antikörpern eine aktive  Borrelien-Infektion nicht aus. In der Spätphase einer Borreliose sind oft keine IgM-Antikörper mehr nachweisbar, obwohl noch lebende Borrelien vorhanden sind.

Bei manchen Krankheiten können auch falsch-positive Ergebnisse durch unspezifische Kreuzreaktionen vorkommen: wie bei akuter Herpes- oder Epstein-Barr-Virus-Infektion falsch-positive Borrelien-IgM-Antikörper, oder bei ANA-positiven Seren  falsch-positive  Borrelien-IgG-Antikörper. Daneben sind Kreuzreaktionen mit anderen Spirochätosen (z.B. Syphilis) möglich.

Neben den ELISA und Westernblot, sowie dem LTT (Lymphocytentransformationstest), wird bei einem Verdacht auf Neuroborreliose häufig der Liquor, die Gehirn-Rückenmarksflüssikeit untersucht.

Untersuchung des Liquors.
Beim Liquor-Test wird mittels der Lumbalpunktion die Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit auf das Vorliegen einer Entzündung im Gehirn-Rückenmarksbereich getestet, und die Borrelienantikörper im Liquor gemessen. Alternativ wird der Erreger selbst im Liquor gesucht, mittels PCR oder Liquor-Kultur.

PCR des Liquors
Findet man mit Hilfe der PCR Borrelien im Liquor, spricht das für eine Lyme-Borreliose des Nervensystems (Neuroborreliose). Findet man keine, bedeutet das aber nicht zwingend, dass keine Borrliose vorliegt, weil die PCR in vielen Fällen falsch negativ ausfallen kann.

Eine Kultur des Liquors wird nur sehr selten durchgeführt, da sehr aufwendig und kompliziert. Die Erkennungsrate (Sensitivität) für Neuroborreliose nicht höher als bei PCR, die Kultur weist aber nur die lebendigen Borrelien positiv nach,
während die PCR auch bei Vorliegen von ausschließlich abgestorbenen Borrelien positiv zeigt.

Eine umstrittene Methode
Ein Erregernachweis gelingt aber nur bei 10-30% der Borreliose-Fälle, denn es wird augenscheinlich nur eine Borreliose mit Beteiligung des Nervensystems dargestellt. Daher ist der Nachweis einer Borreliose durch eine Lumbalpunktion im Nervenwasser (Liquor) besonders umstritten.  Zudem ist kann die Lumbalpunktion unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen, und war in der Vergangenheit nicht ganz risikolos. Inzwischen werden feinere Nadeln zur Punktion verwendet, die Nebenwirkungen und Risiken seien nach ärztlicher Aussage dadurch minimiert.

Magnetresonanztomographie
Bei fortgeschrittener Neuroborreliose können mit Hilfe der Kernspintomographie Entzündungsherde im Gehirn nachgewiesen werden. Diese Entzündung wird nicht durch den Erreger selbst verursacht, sondern durch autoimmunologische Mechanismen, das heißt, durch Antikörper, die unter dem Einfluss der Borrelien gegen körpereigene Zellen gebildet werden.

 Neuroborreliose
Heftig diskutiert wird auch die Frage, ob die Neuroborreliose – mit Befall des Zentralnervensystems – lediglich ein Sonderfall der Borrelieninfektion darstellt. Augenscheinlich kommt es nur in einem Teil der Fälle es zur Beteiligung des Zentral-Nervensystems, in aller Regel in der frühen Phase (bis etwa 10 Wochen) der Erkrankung, in der noch keine Antikörper gebildet wurden.Andere Mediziner und Betroffene gehen davon aus, dass jede Borreliose auch das Nervensystem (ZNS) beieinträchtigt.

Lesen Sie hier weiter: weitere Diagnosen – Liquor

Neurotoxinausleitung

Quellen: Hassler: “Klinik und Therapie der Lyme-Borreliose” Ein Merkblatt für Patienten und Hausärzte
Prof. Dr. Susanna Horner netdoktor. at
J.J. Burrascano: Fortschritte im Verständnis der Lyme-Krankheit (Advances Topics in Lyme Disease), 15. Ausgabe 2005, ilads.org/files/burrascano_0905.pdf
(B.Wilske et al., Lyme-Borreliose in: Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik. Urban&Fischer Verlag, 2000

Borreliose? II. Der LTT -Test

Zeckenbiss = Borreliose?
Es muss nicht immer gleich Borreliose sein, auch wenn es so aussieht. Aber einfach auschließen darf man eine Borrlieninfektion keinesfalls!

Die klassische Labordiagnostik der Lyme-Borreliose beinhaltet serologische Suchtests zum Antikörpernachweis, bei denen IgG- und IgM-Antikörper im ELISA und Western –oder Immunoblot nachgewiesen werden. Der wesentliche Nachteil dieser Stufendiagnostik ist, dass diese Tests nicht die Borrelien direkt, sondern die Antikörper nachweisen, die das Immunsystem gegen Borrelien bildet. Und diese Antikörper bilden sich erst nach 3-4 Wochen. Viel zu spät für eine fundierte Therapie!

 Was nun? LTT?
Der frühestmöglichen Infektionsnachweis ist der  Lymphocytentransformationstest (LTT), der bereits nach 10 Tagen(!) die zelluläre Immunantwort darstellt.
Mit dem LTT  kann eine aktuell aktive Borrelieninfektion bestimmt werden, indem gegen Borrelien sensibilisierte T-Zellen (bestimmte Immunzellen) nachgewiesen werden.Der Test fällt nur dann positiv aus, wenn borrelienspezifische T-Lymphozyten im Blut des Patienten vorhanden sind. Diese zeigen an, dass das Immunsystem zum Zeitpunkt der Untersuchung Kontakt mit Borrelien hat. Über die Höhe der SI-Werte wird der Aktivitätsgrad der Erkrankung angezeigt.

Bei Neuinfektionen ist eine Lymphozytenaktivierung oftmals schon signifikant vor einer Antikörperantwort vorhanden, klingt aber nach Ausheilung einer akuten oder chronischen Borreliose auch schneller wieder ab.

Kontrolle von Therapie und Heilungserfolg
Daher eignet sich der LTT auch zur Beurteilung und Kontrolle von Therapie und Heilung, auch einer persistierender oder rezidivierender Borreliose. Aber auch beim LTT-Borrelien-Test schließt ein negativer Befund eine akute Infektion nicht hundertprozentig sicher aus.

Durchführung
Die Probe des Blutes sollte  nach spätestens 12-24 Stunden ungekühlt beim Labor eintreffen, und wird daher oft über Boten organisiert. Leider wird dieser Test von den gesetzl. Krankenkassen seit 2009 nicht bezahlt. 

weitere Methoden zur Diagnose einer Borreliose

Quellen:F. Dressler; H.-I. Huppertz: Lyme-Arthritis, arthritis + rheuma 2/2011
(B.Wilske et al., Lyme-Borreliose in: Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik. Urban&Fischer Verlag, 2000
Institut für Medizinische Diagnostik – Berlin J Lab Med 2007; 31: 149-158
J.J. Burrascano: Fortschritte im Verständnis der Lyme-Krankheit (Advances Topics in Lyme Disease), 15. Ausgabe 2005, ilads.org/files/burrascano_0905.pdf
Immunology Letters 76; 43-48 (2001)
Foto: Novartis Vaccines

Hilfe, eine Zecke hat mich erwischt!

Was nun?

FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken, sie werden so bei einem Stich sofort übertragen und gelangen so rasch in die Blutbahn des Wirtes.

Die Borrelien dagegen existieren im Mitteldarm der Zecken, und werden daher erst nach 10-24 stündigen Saugen übertragen. Wird die Zecke also rasch entfernt, ist das Übertragungsrisiko der Borreliose-Erreger sehr gering –  je länger die Zecke saugt, desto größer ist das Risiko, an einer Borreliose zu erkranken!

Wie entferne ich eine Zecke

  • Entfernen Sie die Zecke am besten mit einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenkarte.  Greifen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut.
  • Ziehen Sie die Zecke vorsichtig und langsam heraus, wenn Sie sich Zeit (ca. 45-60 sec) dazu lassen, löst sich die Zecke meistens von allein aus der Haut.
  • Achten Sie darauf, die Zecke dabei nicht zu quetschen, denn dadurch pressen Sie eventuelle Erreger aus dem Darm oder Speichel in die Einstichstelle!
  • Desinfizieren Sie die Wunde nach Entfernen der Zecke sorgfältig!
  • Sind Teile der Zecke noch in der Einstichstelle, suchen Sie einen Arzt auf.

Keine Experimente!

Rücken Sie den Parasiten keinesfalls mit Nagellack, Klebstoff oder Öl zu Leibe. In dieser Stresssituation erbrechen die Zecken Ihren Darminhalt direkt in die Stichstelle. Dies kann das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern beschleunigen.

  • Beobachten Sie sich in den nächsten Tagen und Wochen gründlich!

Wanderröte

In vielen Fällen bildet sich bei einer Borrelieninfektion um die Einstichstelle eine kreisförmige Hautrötung, die Erythema migrans, auch Wanderröte. Sie kann nämlich auch an anderen Hautstellen auftreten. Sie ist ein Zeichen der Immunabwehr des Organismus.
Das Erythem muss aber nicht unbedingt auftreten, auch grippeähnliche Symptome oder plötzlich auftretende Gelenkschmerzen können auf eine Borreliose – Infektion hindeuten.

Suchen Sie bei jeglichen ungewohnten Beschwerden Ihren Arzt auf, eine unmittelbar eingeleitete Therapie kann das Schlimmste verhindern!

Übertragung durch andere Insekten

Auch wenn es sich noch nicht überall herumgesprochen hat: Eine Übertragung von Borreliose durch Stiche von Bremsen oder Mücken, eventuell auch über Wespen oder Flöhe ist denkbar.

Borreliose und Kardenwurzel

Zeckenalarm!

Jetzt lauern sie wieder überall:
Die fiesen kleinen Spinnentiere – Zecken!

Schon ein kleiner Stich –  oft unbemerkt –  genügt!
Zecken und die von ihnen übertragenen Krankheiten Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME genannt, breiten sich in Europa immer weiter aus, währdend die Diagnose und Behandlung der Borreliose oft schwierig ist.
Es drohen chronische Verläufen mit starken Gelenkbeschwerden und sogar neurologischen Erkrankungen. Zudem können in schweren Fällen Entzündungen von Herzmuskel und Hirnhäuten sowie Lähmungen auftreten.

Wie schütze ich mich?
Ich lasse mich nicht stechen! Vermeidung von Zeckenstichen ist die beste Vorbeugung!
  • Bleiben Sie bei Spaziergängen möglichst auf festen Wegen und meiden Sie Unterholz, hohes Gras und Hautkontakt zu bodennahen Pflanzen.
  • Trotz Sommerhitze: Tragen sie geschlossene Kleidung. Hemden oder Blusen mit langen Ärmeln, Hosen mit langen Beinen. Tragen Sie geschlossene Schuhe, und – auch wenn es albern aussieht –  ziehen Sie die Strümpfe über die Hosenbeine. Wählen Sie helle Kleidung, denn auf dem hellen Stoff lassen sich zumindest erwachsene Zecken leichter ausmachen. (die Nymphen sind noch hell).
  • Tragen Sie ein Zeckenschutzmittel (Repellents) auf!  Ihre  Kleidung allein kann Sie nicht sicher schützen. Die Zecken krabbeln oft stundenlang umher und finden so doch noch leicht einen Schlupfloch zur nackten Haut. Benutzen Sie also zusätzlich ein geeignetes Zeckenschutzmittel! Behandeln Sie Arme und Beine und erneuern Sie den Schutz nach 2 Stunden. Die Stiftung Warentest hat geeignete Mittel geprüft. 
  • Suchen Sie nach dem Aufenthalt im Freien den Körper sorgfältig nach Zecken ab: die Parasiten stechen häufig nicht sofort, und nach dem Stich vergehen mehrere Stunden, bis die Borrelien übertragen werden. Bevorzugte Saugstellen sind am Kopf und am Hals sowie unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen. Besonders gründlich sollten Sie zwischen also den Beinen, unter den Armen, um den Bauchnabel herum, am Kopf, Haaransatz, Hals und an den Ohren nachsehen. Zecken lieben gut durchblutete weiche Körperstellen. 
  • Untersuchen Sie auch die getragene Kleidung, denn die Zecken können darin  bis zu drei Tage überleben, in der Waschmaschine werden die Parasiten in der Regel  abgetötet.

 Lesen Sie auch:  Zecken richtig entfernen

Borreliose und Kardenwurzel

Borreliose – die schleichende Gefahr?

Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die fast immer durch einen Zeckenstich übertragen wird.
Überträger können aber auch Bremsen oder sogar Mücken sein, also alle stechenden oder beißenden Insekten! Die Auslöser sind Bakterien aus der Familie der Spirochäten, die Borrelien, mit denen die Zecken infiziert sind (nach dem französischem Bakteriologen und Entdecker Borrel benannt).

Jährlich erkranken etwa  60.000 Menschen an Borreliose, die auch Lyme-Krankheit  bzw. Lyme-Borreliose genannt  wird, bezeichnet nach dem Ort Lyme (Connecticut, USA), in dem gehäuft Gelenkentzündungen nach Zeckenstichen beobachtet wurden.
Die Lyme-Krankheit  ist eine besonders tückische Erkrankung, weil sie wegen der vielen unterschiedlichen Symptome oft erst sehr spät erkannt wird. Schon Larven der Zecken können Borreliose übertragen; weil sie so klein sind, werden sie häufig nicht bemerkt.
Die Infektion mit Borrelien kann von März bis Oktober erfolgen; besonders häufig wird Borreliose aber in den Monaten Juni und Juli übertragen.

Diese so genannte Wanderröte kann, muss aber nicht auftreten!
Die Borreliose verläuft schleichend und in drei Stadien. Als typisches Zeichen tritt u.U. bald nach der Infektion durch einen Zeckenstich eine meist etwa handtellergroße Rötung im Bereich der Stichstelle auf, wobei die Größe durchaus stark schwanken kann. Grippeähnliche Beschwerden können aber auch auf eine Borreliose hindeuten!
Im weiteren Verlauf kann die Borreliose noch nach Wochen, Monaten oder Jahren unterschiedlichste Gewebe und Organe befallen und zu  Gelenkentzündungen, Kopfschmerzen sowie Beeinträchtigungen des Nervensystems führen. Es werden auch Herzbeschwerden,  Probleme an Augen, Haut, etc. beschrieben.

Die Therapie
Neben einer fundierten Antibiose ist für jeden Borreliose-Erkrankten eine gründliche regelmäßige Entgiftung (z.B. Ausleitung nach Dr. Klinghardt) des Organismus empfehlenswert. Die Fettverdauung sollte beobachtet werden.  Es kann ein erhöhter Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen vorliegen!

Ganz wichtig: Wenn Sie an einer Borreliose erkrankt sind, gehen Sie bitte sofort zum Arzt! Nur eine kurzfristig eingeleitete Therapie wird  das Schlimmste verhüten können!