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Kardenwurzel-Tinktur Ansatzverhältnis

KardenwurzelDas Ansatzverhältnis 1:1,8 für das volle Wirkstoff-Spektrum der Kardenwurzel

Bei der Anfertigung von Pflanzenkonzentraten ist neben großem handwerklichen Erfahrungsreichtum vor allem botanisches Wissen gefragt. Der Extrakt muss genau die wichtigsten Pflanzenstoffe im optimalen Umfang enthalten.

Beim Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat von Sanoverde sind dies die verfügbaren sekundären Pflanzenstoffe und ätherische Öle, also die schnell und langsam löslichen Bestandteile der frischen Kardenwurzel. Deren umfassendes und verhältnistreues Vorhandensein charakterisiert die Tinktur als ganzheitliches Extrakt, welches über das volle Pflanzenwirkstoff-Spektrum der Karde verfügt. Entscheidend dafür ist das Ansatzverhältnis 1:1,8. Bei diesem kommen 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel.

Weniger Karde im Ansatz = mehr Wirkstoffe im Extrakt

Nun könnte man annehmen, die Konzentrat-Güte stiege parallel zum Kardenanteil. Und tatsächlich gibt es Hersteller, die mit einem Ansatzverhältnis 1:1 werben und behaupten, ein höherer Kardenanteil wäre nicht möglich. Damit wird suggeriert, dass gleiche Lösungsmittel- und Pflanzenanteile ein Qualitätsmaximum bzw. geringere Pflanzenanteile Qualitätseinbußen bedeuteten. Ein Trugschluss, der angesichts der stattlichen Pflanzenkosten nur für unnötige Produktverteuerungen sorgt! Wie am Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat deutlich wird, beschert der 56-prozentige Kardenanteil ein ganzheitliches Extrakt von exzellenter Qualität.

Extraktion schnell UND langsam löslicher Bestandteile

Die Gründe dafür sind einerseits in der begrenzten Tragfähigkeit des Lösungsmittels Alkohol, andererseits in den sich unterschiedlich schnell auflösenden Bestandteilen der Kardenwurzel zu suchen:

a.) Bei einem Karden-Überangebot (Ansatzverhältnis 1:1) wird der Alkohol aufgrund der großen Pflanzenmenge rasch von den schnell löslichen Bestandteilen gesättigt – die Aufnahmekapazitäten sind erschöpft, bevor die langsam löslichen Bestandteile aufgenommen wurden. Das Ergebnis ist unter ganzheitlichen Gesichtspunkten verfälscht, da es nicht die natürliche Zusammensetzung der Kardenwurzel abbildet, sondern ein überproportional hohes Gewicht auf die schnell löslichen Bestandteile legt.

b.) Hingegen wird bei einem ausgewogenen Kardenanteil (Ansatzverhältnis 1:1,8) die Sättigungsgrenze des Alkohols viel später erreicht, sodass neben den schnell auch die langsam löslichen Anteile aufgenommen werden können. Die Relation sämtlicher Inhaltsstoffe, also das ganze Wirkstoff-Spektrum der Karde, wird „maßstabsgerecht“ in die Tinktur überführt.

Viele sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle

Zusammenfassend zeigt sich, dass bei der Kardenextraktion nicht der maximale Pflanzenanteil, sondern die richtige Mischung zählt. Das Ansatzverhältnis 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel bildet die Wirkstoff-Zusammensetzung der Kardenwurzel exakt ab und führt zu einem ganzheitlichen Extrakt. Aufgrund dessen besitzt das Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat eine extrem hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen, welche für die Qualität einer Tinktur maßgeblich sind.

(Quelle Wellnest)

Die Kardenwurzel

Die Kardenwurzel und Borreliose –    Karde

In den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten, wird die Kardenwurzel neuerdings in der Borreliose – Behandlung stark diskutiert.

Die Wilde Karde (lat.: Dipsacus silvestris),  auch Kardendistel genannt , ist in Europa heimisch. Sie ist – wie der Name vermuten lässt – keine Distel, sondern gehört zur Familie der Kardengewächse(dipsacacae).
Die zweijährige Pflanze wächst gerne auf steinigen, stickstoffhaltigen und kalkhaltigen Böden, wie trockenen Schuttböden, Bahndämmen, Ruinen oder Ödland, an Böschungen und Wegrändern, manchmal auch an Waldrändern und in Gebüschen.

Geschichte
bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden die abgeblühten Blütenköpfe der Karde zum Kämmen ungesponnener Wolle und zum Aufrauen von fertig gewebtem Tuch verwendet.

 Pflanzenheilkunde
Die Kardenwurzel ist seit dem 17. Jahrhundert in der Pflanzenheilkunde bekannt, ihre  Wurzel wird seit Jahrhunderten zur Reinigung, Ausleitung und Entgiftung genutzt, und findet auch Anwendung zur Stärkung von Immunsystem und der Verdauung. 
Sie wirkt antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend.

Inhaltstoffe
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Iridoide, Saponine, Iridoide und organische Säuren, Inulin, Tannin, Kalisalze, Glykoside (Scabiosid) und andere

Kardenwurzel in der Therapie
Viele Therapeuten befürworten die Kardenwurzel auch zur Linderung bei rheumatischen Erkrankungen, zur Aktivierung des Stoffwechsels und als unterstützendes Lebermittel zur Ausleitung und Entgiftung.

 In seinem Buch „Borreliose natürlich heilen“  berichtet der Buchautor und Ethnologe  Wolf-Dieter Storl über persönliche  Erfahrungen mit der Kardenwurzel bei Borreliose.
Auch  Dr. med. Dietrich Klinghardt verwendet bei Borreliose-Patienten nach der Antibiose zur Ausleitung und Unterstützung u. a. die Kardenwurzel.

Der Heilungserfolg durch Kardenwurzel soll auch über die Immunstimulation erfolgen, eine spezifisch immunstimulierend Wirksamkeit gegen bestimmte Keime wie zum Beispiel Borrelien ist aber nicht wissenschaftlich erwiesen.

Der wesentliche Aspekt in der Borreliose  Behandlung ist aber die Anregung des Leberstoffwechsels und Entgiftung zur Ausleitung der Neurotoxine.

 Lt. dem Mediziner Ritchie C. Shoemaker, sind es nicht die Borrelien, die die verschiedenen Symptome und Beschwerden hervorrufen, sondern die von ihnen ausgeschiedenen Abfallprodukte, die sog. Neurotoxine. Diese Neurotoxine regen die übermäßige Ausschüttung von Zytokinen an. Die Freisetzung von entzündungsfördernde Zytokinen aus Fettzellen ist nach Shoemaker sehr wahrscheinlich die Hauptursache der multiplen Symptome einer chronischen Lyme-Borreliose.*

Kardenwurzel selbst geerntet
Für den Selbstansatz einer Tinktur ist die beste Erntezeit der Wurzeln, je nach Witterung April – bis Mai. Die Pflanze sollte noch keinen Stängel gebildet haben, lediglich die Blattrosetten kann schon sichtbar sein. Laut Aussagen von Pflanzenkundlern seien die Wirkstoffe der Wurzel in dieser Zeit am höchsten.

Achtung:
Die Karde wächst gerne auf Schuttplätzen oder Abräumen an Feldrändern, es ist also höchste Vorsicht geboten, denn für den Laien lässt sich eine eventuelle Belastung des Bodens nicht ausschließen!

Zur Therapie ist die Einnahme einer Tinktur, der Abkochung (Tee) oder die gemahlene Kardenwurzel möglich.

Kardentinktur:
Sinnvoll ist die Einnahme als Tinktur, die nach  Arzneibuchvorschrift oder HAB wird, sie weist den höchsten Gehalt an Wirkstoffen auf. Dies ist eine Voraussetzung  für den Heilungserfolg. Die Herstellung nach DAB oder HAB unterliegt regelmäßigen Kontrollen und Standards, die Wirkstoffmenge ist relativ konstant. Die Kardentinktur wird im freiverkäuflichen Handel als “Essenz” oder „Würze“ angeboten, inhaltlich sind es jedoch vom Prinzip her die gleichen Kräuterauszüge nach Arzneibuchvorschrift. Achten Sie auf Bio-Qualität!

Tinkturen sollten nicht während der Schwangerschaft oder bei Magenschleimhautentzündung angewendet werden!
Verzehrempfehlung: 5 – 30 Tropfen täglich

Die Kardenwurzel Dipsaci radix  als Abkochung

Der Wurzelabsud (Dekokt) der wilden Karde ist die Alternative für Alle, die wegen des Alkoholgehalts keine Tinkturen einnehmen möchten.
Wichtig: Die Wurzeln müssen laut Anweisung aufgekocht werden, ein einfacher Aufguss enthält kaum ausreichend Wirkstoffe! Solche Dekokte finden häufig Anwendung in der TCM und der Phytotherapie.

Die Kardenwurzel als Pulver
Die gemahlene Wurzel der wilden Karde ist die Alternative für Alle, die wegen des Alkoholgehalts keine Tinktur einnehmen möchten. Storl empfiehlt die Anwendung gemischt mit Honig.
Die Kardenwurzel als Pulver eignet sich auch als Gewürz.

*Quelle: Ritchie C. Shoemaker: Residential and Recreational Aquisition of Possible Estuary-Associated Syndrome; A New Approach to Successful Diagnosis and Treatment, Environmental Health Perspktives