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So starten Sie Ihre Basen-Kur

Der pH-Wert im Körper

So starten Sie Ihre Basen-Kur:

    • Ernähren Sie sich in dieser Zeit ausgeglichen basisch (s.Tabelle), möglichst vegetarisch.
    • Essen Sie langsam, durch gutes Kauen wird die Milchsäuregärung im Darm reduziert.
    • Unterstützen Sie Ihre Verdauung mit Ballaststoffen, (z.B. Flohsamen).
    • Trinken Sie reichlich zur Entgiftung und Ausscheidung der Stoffwechselschlacken: 2-3 Liter Kräutertee (Basentee oder stilles Wasser)
    • Achten Sie auf genügend Schlaf, Entspannung und viel Bewegung an der frischen Luft
    • Einnahme eines guten Basenpulvers, oder Basenkonzentrat (Osiba Basenkonzentrat, dass frei von Natrium und Zucker sein sollte (WICHTIG!)
    • Regelmäßige Basenbäder regen die Entsäuerung über die Haut an und entspannen.
    • Anregung des Lymphsystems durch Bürsten-Massage
    • Mobilisierung von sauren Schlacken aus dem Bindegewebe durch eine Infrarotsauna

Basisch wirkend:

Gemüse und Pilze
Alfalfa
Auberginen
Blumenkohl
Broccoli
Brunnenkresse
Chlorella-Algen
Erbsen
Grüne Bohnen
Grüne Erbsen
Gurke
Karotten
Kohlgemüse
Kohlrabi
Kopfsalat
Knoblauch
Kürbis
Mangold
Paprika
Pastinaken
Radieschen
Rote Bete
Rosenkohl
Rüben
Sellerie
Spinat
Sprossen
Süßkartoffeln
Tomaten
Wildgemüse
ZwiebelnPilze:
Maitake
Shitake
ReishiAlgen u.a.
Spirulina
Chlorella-Algen
Nori
Umeboshi
Wakame
Obst
Ananas
Apfel
Aprikose
Avocado
Banane
Beeren
Birnen
Brombeeren
Datteln, getrocknet
Erdbeeren
Feigen, getrocknet
Grapefruit
Honigmelone
Himbeeren
Kirschen, sauer
Kokosnuss, frisch
Korinthen
Limone*
Melonen
Nektarinen
Orangen*
Papaya
Pfirsiche
Rhabarber
Rosinen
Trauben
Tropische Früchte
Wassermelonen
Zitronen*Nüsse und Samen
Mandeln
Kastanien
Sesam
Kürbiskerne

 * Zitrusfrüchte sind zwar selbst sauer, wirken sie im Körper jedoch basisch.
Körner, Körnerprodukte
Buchweizen
Dinkel/Spelz
Quinoa
Hirse
Süßungsmittel
Stevia, SüßkrautBasisch wirkende
Gewürze
Cayennepfeffer
Curry
Ingwer
Senf
Chilipfeffer
Meersalz
Miso
Tamari
Zimt
Alle KräuterSonstige
Apfelessig
Bienen Pollen
Lezithin
Backpulver
Probiotische Kulturen
Saure Milchprodukte
Getreidekaffee
Gemüsesäfte
Grüne Säfte
Frischgepresster Fruchtsaft
Mineralwasser

Basisch wirkende Mineralien

Kalium, Kalzium und Magnesium entsäuern Körper und Muskulatur

Sauer wirkend:

Gemüse
Linsen
Winterkürbis
Obst
Blaubeeren
Eingemachtes Obst
Korinthen
Pflaumen*
Zwetschgen*Körner, Getreideprodukte
Amaranth
Brot
Gerste
Hafer
Kamut
Mais
Maisstärke
Nudeln
Reis
Roggen
Weißmehl
Weizen
Weizenmehl
Weizenkleie
Bohnen & Hülsenfrüchte

Kichererbsen
Kidneybohnen
Linsen
Rote Bohnen
Sojabohnen
Sojamilch
Weiße Bohnen

* Pflaumen sind selbst alkalisch, wirken jedoch sauer im Körper
Milchprodukte
Eis
KäseSauer wirkende
Nüsse
Erdnüsse (+ -Butter)
Pekannüsse
Walnüsse  Fleisch, Fisch
Austern
Corned Beef
Fisch
Fleisch
Gegrilltes
Hase
Hummer
Innereien
Kabeljau
Kalbfleisch
Karpfen
Lachs
Lamm
Miesmuscheln
Muscheln
Sardinen
Schellfisch
Schweinefleisch
Shrimps
Speck
Thunfisch
Truthahn
Wild
Wurst
Fette & Öle
Avocado-Öl
Butter (gesalzen)
Hanfsamen-Öl
Mais-Öl
Sesam-Öl
Sonnenblumen-Öl
Schmalz
Süßigkeiten
zuckerhaltige
Stärke-Sirup Getränke + Alkoholika
Bier
Spirituosen
Likör
Wein
Softdrinks

sonstige Lebensmittel
Essig
Kaffee
Kakao
Ketchup
Pfeffer
Senf
WeinessigChemikalien
Aspirin
Chemikalien
Medikamente
Pestizide
Herbizide
Tabak

Nicht immer eindeutig sind:
Diverse Listen von basisch und saurer wirkenden Lebensmitteln weichen z. Teil von einander ab. Jede Tabelle kann nur Anhaltspunkte geben. Sorte, Reifegrad, Zubereitung und sonstigen Bedingungen lassen manche Lebensmittel mal sauer, mal basisch wirken:

Nüsse
Olivenöl
Paranüsse
Rohmilch
(nicht pasteurisiert)
Rotwein
Sauerkraut
Sojaprodukte
Spargel
Sonnenblumensamen

Reizdarm

Expertentipp: Milchsäurebakterien  in ausreichender Menge!

Sie sind winzig klein, aber ganz groß in ihrer Wirkung:
Milchsäurebakterien gelten als unverzichtbare Helfer für eine gesunde Darmflora. Die heilsamen Bakterien fördern die Verdauung, wirken gegen Durchfall oder Verstopfung und sind die beste Waffe gegen Keime, die Krankheiten verursachen. Dabei schrecken die Mikroorganismen sogar vor so aggressiven Gegnern wie Darmkrebszellen nicht zurück, wie aktuelle Forschungen vermuten lassen.

 Milchsäurebakterien sind allerdings keine erfolgreichen Einzelkämpfer. Damit die genannten Effekte auftreten, wird schon eine ganze Armee benötigt, wie wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für präventive Medizin (IPM) Freiburg erläutern. “Voraussetzung für die Wirkung von Probiotika, als lebende Mikroorganismen im Wirtsorganismus einen gesundheitsfördernden Effekt zu haben, ist die Milchsäurebakterien "arbeiten" im Team: Jede Unterart ist auf einen speziellen Abschnitt des Darms spezialisiert. Bedingung, dass sie in ausreichender Zahl zugeführt werden. Diese Voraussetzung erfüllen die Darmflora-Produkte Dr. Wolz”, erklären Professor Dr. Daniel König und seine Kollegen in einer Stellungnahme. Kein Wunder, schließlich ist die Zahl der hier gefundenen Mikroorganismen gewaltig: Eine Tagesportion des Präparats enthält rund 24 Milliarden lebende Milchsäurebakterien.

 Erfolgreich bei vielen Gesundheitsproblemen
Nach Angaben der Freiburger Forscher wird  Darmflora-Produkte in der sportmedizinischen Ambulanz des Universitätsklinikums bei unterschiedlicher Indikation mit Erfolg eingesetzt. Als Beispiele werden Reizdarm, Verstopfung, Blähungen oder unklare Diarrhöen genannt. Auch bei Hämorriden, Neurodermitis oder Laktoseintoleranz haben sich die Probiotika bewährt.

Quellen: djd/Dr. Wolz

Die Kardenwurzel

Die Kardenwurzel und Borreliose –    Karde

In den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten, wird die Kardenwurzel neuerdings in der Borreliose – Behandlung stark diskutiert.

Die Wilde Karde (lat.: Dipsacus silvestris),  auch Kardendistel genannt , ist in Europa heimisch. Sie ist – wie der Name vermuten lässt – keine Distel, sondern gehört zur Familie der Kardengewächse(dipsacacae).
Die zweijährige Pflanze wächst gerne auf steinigen, stickstoffhaltigen und kalkhaltigen Böden, wie trockenen Schuttböden, Bahndämmen, Ruinen oder Ödland, an Böschungen und Wegrändern, manchmal auch an Waldrändern und in Gebüschen.

Geschichte
bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden die abgeblühten Blütenköpfe der Karde zum Kämmen ungesponnener Wolle und zum Aufrauen von fertig gewebtem Tuch verwendet.

 Pflanzenheilkunde
Die Kardenwurzel ist seit dem 17. Jahrhundert in der Pflanzenheilkunde bekannt, ihre  Wurzel wird seit Jahrhunderten zur Reinigung, Ausleitung und Entgiftung genutzt, und findet auch Anwendung zur Stärkung von Immunsystem und der Verdauung. 
Sie wirkt antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend.

Inhaltstoffe
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Iridoide, Saponine, Iridoide und organische Säuren, Inulin, Tannin, Kalisalze, Glykoside (Scabiosid) und andere

Kardenwurzel in der Therapie
Viele Therapeuten befürworten die Kardenwurzel auch zur Linderung bei rheumatischen Erkrankungen, zur Aktivierung des Stoffwechsels und als unterstützendes Lebermittel zur Ausleitung und Entgiftung.

 In seinem Buch „Borreliose natürlich heilen“  berichtet der Buchautor und Ethnologe  Wolf-Dieter Storl über persönliche  Erfahrungen mit der Kardenwurzel bei Borreliose.
Auch  Dr. med. Dietrich Klinghardt verwendet bei Borreliose-Patienten nach der Antibiose zur Ausleitung und Unterstützung u. a. die Kardenwurzel.

Der Heilungserfolg durch Kardenwurzel soll auch über die Immunstimulation erfolgen, eine spezifisch immunstimulierend Wirksamkeit gegen bestimmte Keime wie zum Beispiel Borrelien ist aber nicht wissenschaftlich erwiesen.

Der wesentliche Aspekt in der Borreliose  Behandlung ist aber die Anregung des Leberstoffwechsels und Entgiftung zur Ausleitung der Neurotoxine.

 Lt. dem Mediziner Ritchie C. Shoemaker, sind es nicht die Borrelien, die die verschiedenen Symptome und Beschwerden hervorrufen, sondern die von ihnen ausgeschiedenen Abfallprodukte, die sog. Neurotoxine. Diese Neurotoxine regen die übermäßige Ausschüttung von Zytokinen an. Die Freisetzung von entzündungsfördernde Zytokinen aus Fettzellen ist nach Shoemaker sehr wahrscheinlich die Hauptursache der multiplen Symptome einer chronischen Lyme-Borreliose.*

Kardenwurzel selbst geerntet
Für den Selbstansatz einer Tinktur ist die beste Erntezeit der Wurzeln, je nach Witterung April – bis Mai. Die Pflanze sollte noch keinen Stängel gebildet haben, lediglich die Blattrosetten kann schon sichtbar sein. Laut Aussagen von Pflanzenkundlern seien die Wirkstoffe der Wurzel in dieser Zeit am höchsten.

Achtung:
Die Karde wächst gerne auf Schuttplätzen oder Abräumen an Feldrändern, es ist also höchste Vorsicht geboten, denn für den Laien lässt sich eine eventuelle Belastung des Bodens nicht ausschließen!

Zur Therapie ist die Einnahme einer Tinktur, der Abkochung (Tee) oder die gemahlene Kardenwurzel möglich.

Kardentinktur:
Sinnvoll ist die Einnahme als Tinktur, die nach  Arzneibuchvorschrift oder HAB wird, sie weist den höchsten Gehalt an Wirkstoffen auf. Dies ist eine Voraussetzung  für den Heilungserfolg. Die Herstellung nach DAB oder HAB unterliegt regelmäßigen Kontrollen und Standards, die Wirkstoffmenge ist relativ konstant. Die Kardentinktur wird im freiverkäuflichen Handel als “Essenz” oder „Würze“ angeboten, inhaltlich sind es jedoch vom Prinzip her die gleichen Kräuterauszüge nach Arzneibuchvorschrift. Achten Sie auf Bio-Qualität!

Tinkturen sollten nicht während der Schwangerschaft oder bei Magenschleimhautentzündung angewendet werden!
Verzehrempfehlung: 5 – 30 Tropfen täglich

Die Kardenwurzel Dipsaci radix  als Abkochung

Der Wurzelabsud (Dekokt) der wilden Karde ist die Alternative für Alle, die wegen des Alkoholgehalts keine Tinkturen einnehmen möchten.
Wichtig: Die Wurzeln müssen laut Anweisung aufgekocht werden, ein einfacher Aufguss enthält kaum ausreichend Wirkstoffe! Solche Dekokte finden häufig Anwendung in der TCM und der Phytotherapie.

Die Kardenwurzel als Pulver
Die gemahlene Wurzel der wilden Karde ist die Alternative für Alle, die wegen des Alkoholgehalts keine Tinktur einnehmen möchten. Storl empfiehlt die Anwendung gemischt mit Honig.
Die Kardenwurzel als Pulver eignet sich auch als Gewürz.

*Quelle: Ritchie C. Shoemaker: Residential and Recreational Aquisition of Possible Estuary-Associated Syndrome; A New Approach to Successful Diagnosis and Treatment, Environmental Health Perspktives