Schlagwort-Archiv: Reizdarm

Reizdarm – und Stress?

Das Reizdarmsyndrom (RDS) äußert sich in einer Vielzahl von Bauchbeschwerden, ohne dass eine krankhafte Ursache festgestellt werden kann. In den westlichen Industrieländern leiden ca. 15-20% der Menschen an Reizdarm. Dabei tritt das Syndrom bei Frauen insgesamt häufiger auf als bei Männern.

Etwas schlägt mir auf den Magen
Auch die Psyche kann einen erheblichen Einfluss auf den Darm nehmen. Vielleicht kennen bei plötzlicher Aufregung den Drang ganz dringend die Toilette aufsuchen zu müssen?
Man  weiß, dass sich Stress und psychische Belastungssituationen negativ auf unser Magen-Darm-System auswirken können. Dies trifft auch auf das Reizdarmsyndrom zu.  Es liegt praktisch eine bei Überaktivierung des „Bauchhirns“ vor, das zu einer vermehrten Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin (5-HT) führt.
Selbst traumatische Ereignisse und familiäre Belastungssituationen in der Kindheit können beim Reizdarmsyndrom eine Rolle spielen.

Darmflora
Ständige Blähungen können aber auch durch eine gestörte Darmflora verursacht werden, etwa nach einer Antibiotikabehandlung. Hier ist die Einnahme von Darmbakterien sinnvoll.

Reizdarm – was tun?
 Leiden Sie häufig unter Beschwerden wie Blähungen? Beobachten Sie ob dieses Unwohlsein immer nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel auftritt.

Leiden Sie unter Milchzuckerunverträglichkeit, können Sie laktosehaltige Produkte nicht verdauen – es fehlt Ihnen das entsprechende Enzym! Etwa jeder zehnte deutsche Erwachsene leidet unter einer Laktoseintoleranz. Treten die Probleme nach dem Genuss von Weizen-, Roggen-, Hafer- oder Gerstenprodukten auf, kann eine Zöliakie vorliegen. Von dieser Gluten-Intoleranz  betroffen ist in Deutschland etwa einer von tausend. Auch Fruchtzucker- Unverträglichkeiten können die Verdauung beeinträchtigen.  Das Essen auf fünf oder mehr kleine Mahlzeiten zu verteilen führt nicht unbedingt zu einer Verbesserung.

Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit  Ballaststoffen. Sinnvolle Ballaststoffquellen in der täglichen Nahrung sind Gemüse, Früchte, Salat. Oder zum Beispiel MorgenStund. Selbst Vollkornbrot kann das RDS verschlimmern. Vermeiden Sie Zeitdruck beim Essen und kauen Sie gründlich.

Flohsamen als Ballaststoffquelle
Lösliche Ballaststoffe wie Flohsamen lindern die Symptome eher als unlösliche Ballaststoffe wie Kleie.

Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit.
Wasser oder leichte Kräutertees sind am besten.

Vermeiden Sie Problemlebensmittel. Wenn Sie Probleme mit Blähungen haben, sind Bohnen, Weißkohl, Blumenkohl und Brokkoli Lebensmittel, die die Symptome verschlimmern können. Auch in Fett gebratene Lebensmittel können problematisch sein.

Bewegen Sie sich regelmäßig.
Bewegung und Sport helfen Stress  abzubauen, regen eine normale  Darmkontraktion an und können dabei  helfen, dass Sie sich selbst besser fühlen.

Versuchen Sie Ihren Stress zu reduzieren
Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck, niemand verlangt von Ihnen,  perfekt zu sein! Deshalb sollten auch Sie Ihren Drang zum Perfektionismus mäßigen. Sehr hilfreich zum besseren Umgang mit Stress sind Entspannungsübungen, wie  Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson.

Stress und Reizdarm!

Reizdarm  – Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung.
Aber: eine organische Ursache lässt sich oft nicht feststellen!

Stress, Sorgen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien können das Reizdarmsyndrom auslösen, oft ist auch eine Überreaktion oder Überstimulation der Nerven und Muskeln des Dickdarms die Ursache für das RDS.

Nahrungsmittelallergien
Verschlimmern sich Ihre Symptome, wenn sie bestimmte Lebensmittel essen?
Stress
Leiden Sie unter Stress? Stress und Angst können chemische Veränderungen auslösen, die die normale Tätigkeit des Verdauungstraktes beeinträchtigen.
Hormone
Haben Sie eventuell während der Menstruation stärkere Symptome? Unter Umständen verschlimmern die Hormonumstellungen die Probleme. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Hilfen für den Reizdarm
Oft kann es schon helfen, auf die Ernährung zu achten, die Lebensgewohnheiten anzupassen und Stress zu reduzieren.

Ernährung
einfach mehr Ballastoffe essen?
Vorsicht! Lediglich den Anteil von Ballaststoffen zu erhöhen, ist nicht zweckmäßig. Aktuelle Studien haben jetzt belegt, dass nicht alle Arten von Ballaststoffen beim RDS hilfreich sind. Denn Ballaststoff ist nicht gleich Ballaststoff!

Lösliche Ballaststoffe wie  lindern die Symptome eher als unlösliche Ballaststoffe wie Kleie. Kleie scheint für die Betroffenen in der Regel keine Linderung der Beschwerden zu bringen, es kann sogar Blähungen und Krämpfe verstärken.

Eine Studie an der Universität Utrecht unter Dr. C. J. Bijkerk untersuchte die Möglichekiten einer RDS-Therapie mittels Ballaststoffe.   Über einen Zeitraum von 3 Monaten wurden insgesamt 275 Reizdarm-Patienten beobachtet. Eine Gruppe erhielt täglich Flohsamen, eine Gruppe Kleie und eine Gruppe wurde mit einem Placebo behandelt. In der Flohsamen-Gruppe wurde bereits im ersten Monat der Behandlung über eine deutliche Linderung der Symptome berichtet. Im Vergleich mit der Placebo- und  bei der Kleie-Gruppe war das weder im ersten noch im zweiten Monat der Behandlung der Fall.

Kleie hilft also nur wenig beim Reizdarm. Leider wurde die Studie von vielen Teilnehmern aufgrund der schlechten Verträglichkeit der Kleie abgebrochen.

Aber auch die Flohsamen scheint die Symptome nur über einen kurzen Zeitraum bessern zu können. So wurde im dritten Monat in der Flohsamen-Gruppe von 46 Prozent der Behandelten über eine Verbesserung der Beschwerden gemeldet, in der Placebo-Gruppe von 32 Prozent. Also kein kennzeichnender Unterschied mehr. Zum Vergleich: Im ersten Monat wurde von 59 Prozent der Flohsamen-Gruppe über eine Verbesserung der Beschwerden berichtet.

Flohsamen scheinen bei einzelnen Reizdarm-Typen zwar die Symptome zu lindern, aber ein langfristiger Behandlungserfolg bleibt aus. Experten empfehlen deshalb, zusätzlich die Darmflora mit Probiotika zu regenerieren

Quelle: Dr. C. J. Bijkerk Universität Utrecht Soluble or insoluble fibre in irritable bowel syndrome in primary care? BMJ2009;339doi: 10.1136/bmj.b3154(Published 27 August 2009)

Reizdarm- Ursachen?

unspezifische Verdauungsstörungen
Viele Menschen, vor allem in den Industrienationen, leiden darunter:
Krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, unregelmäßiger Stuhlgang wie Durchfall oder Verstopfung, auch abwechselnd,  sind die typischen Symptome:  Reizdarmsyndrom.

Ursachen
Die Ursachen des Reizdarmsyndroms sind wissenschaftlich nicht hinreichend erforscht. Untersuchungen zeigen aber, dass bei Patienten die Darmbewegungen gestört und  die Darmschleimhaut besonders empfindlich ist.

Gestörte Darmflora
Der gesunde Darm des Menschen ist  von 200-300 verschiedenen Bakterienstämmen besiedelt – ein kleines, sehr komplexes individuelles  Ökosystem mit Milliarden von Mikroorganismen. Die „richtigen“  Darmbakterien, die Probiotika, bilden die für die Gesunderhaltung so wichtige Darmflora. Den größten Anteil haben milchsäurebildende Lactobacillen und Bifidusbakterien.

Eine gesunde Darmflora bekämpft Krankheitserreger, produziert Vitamine (Biotin, Vitamin K) und Hormone und Verdauungsenzyme. So helfen sie dabei, die gesunden Verdauungsfunktionen des Körpers aufrecht zu erhalten, gleichzeitig bremsen Sie die Aktivität der Fäulnisbakterien.
Es wird vermutet, dass bei Menschen mit Reizdarmsyndrom nicht ausreichend „richtige“ Darmbakterien verfügbar sind. Eine Störung oder Fehlbesiedlung des Ökosystems Darm kann mit entsprechend guten Probiotika wieder aufgebaut werden.

Eine gestörte Darmflora hat auch zur Folge, dass nicht ausreichende  Verdauungsenzyme vorhanden sind. Verdauungsenzyme (Fermente) werden benötigt, um unverdaute Kohlehydrate aufzuspalten. Eine zu geringe Anzahl dieser Enzyme kann zu Symptomen wie Blähungen führen.

Parasiten
auch Parasiten, wie Blastocystis hominis und Dientamoeba fragilis können eine Ursache von RDS sein, darauf weisen jüngste Studien hin. Vor allem Dr. Hulda Clark hat in diesem Zusammenhang  bedeutende Erkenntnisse veröffentlicht. Hulda Clark, Heilung ist möglich

Bakterielle Infektionen
Das Reizdarmsyndrom kann auch durch eine akute Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) verursacht sein, ausgelöst durch Bakterien oder Viren z. B. Salmonellen, E.coli, Shigellen oder Staphylokokken, die sich zum Reizdarm-Syndrom  entwickelt. (postinfektiöses Reizdarmsyndrom)  Die Funkktion der Darmschleimhaut ist gestört, die aufgenommene Nahrung wird nicht mehr richitg verdaut. Die Funktion der Darmschleimhaut bleibt gestört, die Darmflora baut sich nicht wieder richtig auf.

Serotoninspiegel
 neben dem Gehirn produziert auch unser Darm  Serotonin, das die Nerven im Verdauungstrakt beeinflusst. Untersuchungen  haben ergeben, dass Patienten bei erhöhtem Serotoninspiegel im Darm oft unter Durchfall leiden, bei verringertem Serotoninspiegel Verstopfung häufiger auftritt

 

Reizdarm

Leiden Sie an häufigen Magenkrämpfen, Blähungen, Darmträgheit oder Durchfall?

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eigentlich keine „ richtige Krankheit“ davon betroffen sind aber schätzungsweise zwischen 9 und 23% der Menschen weltweit. Diese Störung des Dickdarms ist unangenehm und lästig, aber keine ernsthafte Gefahr für Ihre Gesundheit. Das Gute: Beim Reizdarm sind keine krankhaften Veränderungen im Darm feststellbar.

Aber: die Aufnahme der lebenswichtigen Spurenelemente kann durch RDS eingschränkt sein, und Sie leiden u.U. an einem Mangel an Nährstoffen.

Wie macht sich das Reizdarmsyndrom bemerkbar?
In Deutschland sind schätzungsweise bis zu 12 Millionen Menschen betroffen, Frauen leiden häufiger daran als Männer. Die Probleme mit dem Darm verschlimmern sich meist nach dem Essen, manche Menschen raubt  aber auch das ständige Rumoren im Darm den Nachtschlaf. RDS kann sehr unterschiedlich sein, mal stärker mal wieder schwächer. Oft spürt man über Monate nichts, dann wird es wieder schlimmer. Andere Patienten erzählen von ständigen Problemen.

• Magenschmerzen und Krämpfe, die oft nach der Darmentleerung besser werden
• Verstopfung oder Durchfall oder auch abwechselnd
• starke Blähungen
• das Gefühl ganz dringend zur  Toilette zu müssen
• das Gefühl, dass Sie Ihren Darm entleeren müssen, selbst wenn Sie gerade erst auf der Toilette waren
• das Gefühl, dass Sie Ihr Darm nicht vollständig leer ist

Beobachtet werden auch:  Kopfschmerzen, Müdigkeit, Rückenschmerzen, häufiges Wasserlassen, Menstruationsbeschwerden, Depressionen, sowie sexuelle Probleme (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Libidoverlust).
Sollten Sie unter Blutungen oder unerklärlicher Gewichtsverlust leiden –  das sind keine Symptome für RDS, bitte konsultieren Sie Ihren Arzt.

Das Reizdarm-Syndrom kann zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen, je nachdem, wie ausgeprägt die Symptome sind.
Unterstützen Sie Ihren Darm mit der Darm-Kur nach Dr. Clark

Lesen Sie weiter über die möglichen Ursachen des Reizdarms.

 Foto: Dr. Wolz