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Die Auslöser der Neurodermitis?

Bei Babys und Kleinkindern bricht die Neurodermitis häufig nach dem Abstillen und mit Beginn der Gläschenkost aus. Stillen Sie möglichst lange, besonders wenn Sie oder Ihr Partner bereits an Neurodermitis erkrankt sind oder die Veranlagung dazu besitzen.

Impfungen sind sehr umstritten und können bei entsprechend veranlagten Kindern Auslöser für Neurodermitis sein. Sprechen Sie also mit Ihrem Arzt und überlegen, ob eine Impfung wirklich sinnvoll und notwendig ist.

Vermeiden Sie chemische Medikamente, wie z. B. Antibiotika, da diese die Darmflora schädigen und bitten Sie Ihren Arzt um Alternativen für Ihre jeweiligen Beschwerden.

Chemische Nahrungsmittel, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe sind häufig Auslöser für Neurodermitis. Ebenso sind viele Betroffenen allergisch gegen bestimmte Lebensmittel wie Nüsse, Milchprodukte, Weizen oder Fisch. Auch Zucker, Zitrusfrüchte, Alkohol oder scharfe Gewürze können einen Krankheitsschub auslösen. Beobachten Sie Ihren Körper genau um herauszufinden, auf welche Lebensmittel Sie reagieren.

Die Berührung mit Allergenen wie Tierhaare, Hausstaub, Blütenpollen, chemische Wasch- und Reinigungsmittel oder bestimmte Materialen der Kleidung können Neurodermitis auslösen. Daher ist ein Haustier leider tabu, wenn Neurodermitiserkrankungen in der Familie auftreten. Sie sollten auf naturnahe Wasch- und Reinigungsmittel achten und bei Kleidung auf Baumwolle, Seide oder Hanffasern umsteigen, da dies von den meisten Betroffenen gut vertragen wird. Verwenden Sie für die Körperpflege Naturkosmetik. Auch Waschungen mit Neem sind sinnvoll.

Wichtigster Faktor für den Ausbruch von Neurodermitis ist die eigene Psyche. Diese hat einen großen Einfluß auf Ihr Wohlbefinden und Stress kann bei Menschen mit Neurodermits zum Teufelskreis werden. Der Stress verursacht einen Krankheitsschub, was Sie wieder unter Druck setzt und Ihnen neuen Stress bereitet, wodurch sich Ihr Hautbild noch weiter verschlechtert.

Neem – für alle Fälle?

Der Neembaum
Neem(Azadirachta indica), auch Niem, ist ein bis zu 30m hoher schnellwachsender Baum. In seinen Ursprungsländern Indien, Pakistan und Nepal gedeiht er nahezu überall an Straßenrändern, wird aber auch kultiviert und ist inzwischen in allen subtropischen und  tropischen Klimazonen zu finden.

Im Sanskrit bedeutet Neem „Heilspender und Krankheitserleichterer. Diese frühesten medizinischen Schriften erläuterten bereits die Wirkungen der Früchte, Samen, Öle, Blätter und Wurzeln.
Auch Mahatma Gandhi war ein großer  Anhänger der positiven Wirkungen des Neems: er betete unter einem Neembaum und verzehrte täglich ein Chutney aus dessen Blättern, er empfahl auch seinen Schülern zur regelmäßigen Einnahme.

Neem  enthält eine besondere  Kombination von Inhaltstoffen, die gegen Insekten und Krankheitserreger wirken. Diese schützende Wirkstoffe in Blätter, Samen, Rinde  hat sich der Mensch sich Jahrhunderten zu Nutze gemacht.  Auch eine Publikation  des United States Government`s National Research Council, 1992, Neem: A tree for solving global problems (Neem: Ein Baum, der globale Probleme lösen kann) befasst sich unter anderem mit der traditionellen medizinische Geschichte und Eigenschaften von Neem.

Viele der alten überlieferten Eigenschaften konnten wissenschaftlich bestätigt werden, uns begegnet Neem vorwiegend als Bestandteil von Kosmetika oder im Pflanzenschutz gegen saugende und beißende Schädlinge.

Neem in der äußeren Anwendung:
Hautpilze und Hautentzündungen, Ekzeme
antibakteriell, antiviral, virostatisch, pilzhemmend, fungizid, insektizid

Inhaltsstoffe: Azadirachtin, Meliantriol, Salanin, Nimbin, Nimbidin, Gerbsäure, Phosphor, Harz, Hyperosid, Linolsäure, Quercetin, Myristizinsäure, Rutin, Schwefel, ätherische Öle

Bei der äusserlichen Anwendung ist Neem unbedenklich, dass Neem aber auch als Heilpflanze verwendet werden kann, ist weniger bekannt. Die innerliche Anwendung als Heilmittel, ist nach wie vor umstritten, obwohl einige Studien die  ayurvedische Tradition bestätigen, ist Neem nicht als Arznei oder Nahrungsergänzung zugelassen.

Die ayurvedische Tradition beschreibt Neem, neben den oben genenanten äußerliche Behandlungsmöglichkeiten als blutreinigend und entgiftend, antibakteriell und  antiviral ,  entzündungshemmend, immunstärkend, hypoglykämierend und blutdrucksenkend. Wissenschaftliche Untersuchugen hierzu sind noch nicht in jedem Fall bestätigt

Ist Neem unbedenklich?

Blätter und Rinde sind sehr schwach toxisch, man sollte also keine größere Mengen  über einen längeren Zeitraum anwenden! Der alkoholische Auszug hat zwar im Tierversuch keine toxischen Wirkungen gezeigt, eine orale Einnahme sollte auf jeden Fall unter besonderen Vorsichtsmassnahmen und nur auf Rat eines Experten hin erfolgen!

Vorsicht: Probleme gibt es auch immer wieder mit Neemöl schlechter Qualität, wie  mit Aflatoxinen kontaminierte Samen oder gepanschte Chargen. Wichtig ist daher, dass Reinheit und Qualität bereits bei der Ernte durch kontrollierten  Betriebsanbau gewährleist werden.

 Quellen:
1.neem oil Tolerance Exemptions 12/95 (Federal Register: December 13, 1995 (Volume 60, Number 239) Cornell University
2.1992. Neem: A tree for solving global problems  National Academy Press, Washington, DC. AgriDyne Technologies, Inc. March, 1994. Greenhouse Grower
3.Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin „Gesundheitliche Risiken bei der Anwendung von Neemöl gegen Spinnmilben Stellungnahme vom Februar 2002“