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Kardenwurzel-Tinktur Ansatzverhältnis

KardenwurzelDas Ansatzverhältnis 1:1,8 für das volle Wirkstoff-Spektrum der Kardenwurzel

Bei der Anfertigung von Pflanzenkonzentraten ist neben großem handwerklichen Erfahrungsreichtum vor allem botanisches Wissen gefragt. Der Extrakt muss genau die wichtigsten Pflanzenstoffe im optimalen Umfang enthalten.

Beim Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat von Sanoverde sind dies die verfügbaren sekundären Pflanzenstoffe und ätherische Öle, also die schnell und langsam löslichen Bestandteile der frischen Kardenwurzel. Deren umfassendes und verhältnistreues Vorhandensein charakterisiert die Tinktur als ganzheitliches Extrakt, welches über das volle Pflanzenwirkstoff-Spektrum der Karde verfügt. Entscheidend dafür ist das Ansatzverhältnis 1:1,8. Bei diesem kommen 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel.

Weniger Karde im Ansatz = mehr Wirkstoffe im Extrakt

Nun könnte man annehmen, die Konzentrat-Güte stiege parallel zum Kardenanteil. Und tatsächlich gibt es Hersteller, die mit einem Ansatzverhältnis 1:1 werben und behaupten, ein höherer Kardenanteil wäre nicht möglich. Damit wird suggeriert, dass gleiche Lösungsmittel- und Pflanzenanteile ein Qualitätsmaximum bzw. geringere Pflanzenanteile Qualitätseinbußen bedeuteten. Ein Trugschluss, der angesichts der stattlichen Pflanzenkosten nur für unnötige Produktverteuerungen sorgt! Wie am Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat deutlich wird, beschert der 56-prozentige Kardenanteil ein ganzheitliches Extrakt von exzellenter Qualität.

Extraktion schnell UND langsam löslicher Bestandteile

Die Gründe dafür sind einerseits in der begrenzten Tragfähigkeit des Lösungsmittels Alkohol, andererseits in den sich unterschiedlich schnell auflösenden Bestandteilen der Kardenwurzel zu suchen:

a.) Bei einem Karden-Überangebot (Ansatzverhältnis 1:1) wird der Alkohol aufgrund der großen Pflanzenmenge rasch von den schnell löslichen Bestandteilen gesättigt – die Aufnahmekapazitäten sind erschöpft, bevor die langsam löslichen Bestandteile aufgenommen wurden. Das Ergebnis ist unter ganzheitlichen Gesichtspunkten verfälscht, da es nicht die natürliche Zusammensetzung der Kardenwurzel abbildet, sondern ein überproportional hohes Gewicht auf die schnell löslichen Bestandteile legt.

b.) Hingegen wird bei einem ausgewogenen Kardenanteil (Ansatzverhältnis 1:1,8) die Sättigungsgrenze des Alkohols viel später erreicht, sodass neben den schnell auch die langsam löslichen Anteile aufgenommen werden können. Die Relation sämtlicher Inhaltsstoffe, also das ganze Wirkstoff-Spektrum der Karde, wird „maßstabsgerecht“ in die Tinktur überführt.

Viele sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle

Zusammenfassend zeigt sich, dass bei der Kardenextraktion nicht der maximale Pflanzenanteil, sondern die richtige Mischung zählt. Das Ansatzverhältnis 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel bildet die Wirkstoff-Zusammensetzung der Kardenwurzel exakt ab und führt zu einem ganzheitlichen Extrakt. Aufgrund dessen besitzt das Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat eine extrem hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen, welche für die Qualität einer Tinktur maßgeblich sind.

(Quelle Wellnest)

Borreliose? III. Untersuchung des Liquors

Borreliose – ja oder nein?
Die üblichen Suchtests ELISA und Westernblot stellen  in vielen Fällen keine sichere Diagnose dar, denn in der Akutphase einer Borrelioseerkrankung sind oft keine IgM-Antikörper nachweisbar – warum auch immer, die Ursache dafür  konnte noch nicht sicher erforscht werden. Sind aber  IgM-Antikörper nachweisbar, deutet das i.d.R. auf eine noch frische, aktive Erkrankung hin. Anderseits schließt aber das Fehlen von IgM-Antikörpern eine aktive  Borrelien-Infektion nicht aus. In der Spätphase einer Borreliose sind oft keine IgM-Antikörper mehr nachweisbar, obwohl noch lebende Borrelien vorhanden sind.

Bei manchen Krankheiten können auch falsch-positive Ergebnisse durch unspezifische Kreuzreaktionen vorkommen: wie bei akuter Herpes- oder Epstein-Barr-Virus-Infektion falsch-positive Borrelien-IgM-Antikörper, oder bei ANA-positiven Seren  falsch-positive  Borrelien-IgG-Antikörper. Daneben sind Kreuzreaktionen mit anderen Spirochätosen (z.B. Syphilis) möglich.

Neben den ELISA und Westernblot, sowie dem LTT (Lymphocytentransformationstest), wird bei einem Verdacht auf Neuroborreliose häufig der Liquor, die Gehirn-Rückenmarksflüssikeit untersucht.

Untersuchung des Liquors.
Beim Liquor-Test wird mittels der Lumbalpunktion die Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit auf das Vorliegen einer Entzündung im Gehirn-Rückenmarksbereich getestet, und die Borrelienantikörper im Liquor gemessen. Alternativ wird der Erreger selbst im Liquor gesucht, mittels PCR oder Liquor-Kultur.

PCR des Liquors
Findet man mit Hilfe der PCR Borrelien im Liquor, spricht das für eine Lyme-Borreliose des Nervensystems (Neuroborreliose). Findet man keine, bedeutet das aber nicht zwingend, dass keine Borrliose vorliegt, weil die PCR in vielen Fällen falsch negativ ausfallen kann.

Eine Kultur des Liquors wird nur sehr selten durchgeführt, da sehr aufwendig und kompliziert. Die Erkennungsrate (Sensitivität) für Neuroborreliose nicht höher als bei PCR, die Kultur weist aber nur die lebendigen Borrelien positiv nach,
während die PCR auch bei Vorliegen von ausschließlich abgestorbenen Borrelien positiv zeigt.

Eine umstrittene Methode
Ein Erregernachweis gelingt aber nur bei 10-30% der Borreliose-Fälle, denn es wird augenscheinlich nur eine Borreliose mit Beteiligung des Nervensystems dargestellt. Daher ist der Nachweis einer Borreliose durch eine Lumbalpunktion im Nervenwasser (Liquor) besonders umstritten.  Zudem ist kann die Lumbalpunktion unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen, und war in der Vergangenheit nicht ganz risikolos. Inzwischen werden feinere Nadeln zur Punktion verwendet, die Nebenwirkungen und Risiken seien nach ärztlicher Aussage dadurch minimiert.

Magnetresonanztomographie
Bei fortgeschrittener Neuroborreliose können mit Hilfe der Kernspintomographie Entzündungsherde im Gehirn nachgewiesen werden. Diese Entzündung wird nicht durch den Erreger selbst verursacht, sondern durch autoimmunologische Mechanismen, das heißt, durch Antikörper, die unter dem Einfluss der Borrelien gegen körpereigene Zellen gebildet werden.

 Neuroborreliose
Heftig diskutiert wird auch die Frage, ob die Neuroborreliose – mit Befall des Zentralnervensystems – lediglich ein Sonderfall der Borrelieninfektion darstellt. Augenscheinlich kommt es nur in einem Teil der Fälle es zur Beteiligung des Zentral-Nervensystems, in aller Regel in der frühen Phase (bis etwa 10 Wochen) der Erkrankung, in der noch keine Antikörper gebildet wurden.Andere Mediziner und Betroffene gehen davon aus, dass jede Borreliose auch das Nervensystem (ZNS) beieinträchtigt.

Lesen Sie hier weiter: weitere Diagnosen – Liquor

Neurotoxinausleitung

Quellen: Hassler: “Klinik und Therapie der Lyme-Borreliose” Ein Merkblatt für Patienten und Hausärzte
Prof. Dr. Susanna Horner netdoktor. at
J.J. Burrascano: Fortschritte im Verständnis der Lyme-Krankheit (Advances Topics in Lyme Disease), 15. Ausgabe 2005, ilads.org/files/burrascano_0905.pdf
(B.Wilske et al., Lyme-Borreliose in: Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik. Urban&Fischer Verlag, 2000

Hilfe, eine Zecke hat mich erwischt!

Was nun?

FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken, sie werden so bei einem Stich sofort übertragen und gelangen so rasch in die Blutbahn des Wirtes.

Die Borrelien dagegen existieren im Mitteldarm der Zecken, und werden daher erst nach 10-24 stündigen Saugen übertragen. Wird die Zecke also rasch entfernt, ist das Übertragungsrisiko der Borreliose-Erreger sehr gering –  je länger die Zecke saugt, desto größer ist das Risiko, an einer Borreliose zu erkranken!

Wie entferne ich eine Zecke

  • Entfernen Sie die Zecke am besten mit einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenkarte.  Greifen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut.
  • Ziehen Sie die Zecke vorsichtig und langsam heraus, wenn Sie sich Zeit (ca. 45-60 sec) dazu lassen, löst sich die Zecke meistens von allein aus der Haut.
  • Achten Sie darauf, die Zecke dabei nicht zu quetschen, denn dadurch pressen Sie eventuelle Erreger aus dem Darm oder Speichel in die Einstichstelle!
  • Desinfizieren Sie die Wunde nach Entfernen der Zecke sorgfältig!
  • Sind Teile der Zecke noch in der Einstichstelle, suchen Sie einen Arzt auf.

Keine Experimente!

Rücken Sie den Parasiten keinesfalls mit Nagellack, Klebstoff oder Öl zu Leibe. In dieser Stresssituation erbrechen die Zecken Ihren Darminhalt direkt in die Stichstelle. Dies kann das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern beschleunigen.

  • Beobachten Sie sich in den nächsten Tagen und Wochen gründlich!

Wanderröte

In vielen Fällen bildet sich bei einer Borrelieninfektion um die Einstichstelle eine kreisförmige Hautrötung, die Erythema migrans, auch Wanderröte. Sie kann nämlich auch an anderen Hautstellen auftreten. Sie ist ein Zeichen der Immunabwehr des Organismus.
Das Erythem muss aber nicht unbedingt auftreten, auch grippeähnliche Symptome oder plötzlich auftretende Gelenkschmerzen können auf eine Borreliose – Infektion hindeuten.

Suchen Sie bei jeglichen ungewohnten Beschwerden Ihren Arzt auf, eine unmittelbar eingeleitete Therapie kann das Schlimmste verhindern!

Übertragung durch andere Insekten

Auch wenn es sich noch nicht überall herumgesprochen hat: Eine Übertragung von Borreliose durch Stiche von Bremsen oder Mücken, eventuell auch über Wespen oder Flöhe ist denkbar.

Borreliose und Kardenwurzel

Zeckenalarm!

Jetzt lauern sie wieder überall:
Die fiesen kleinen Spinnentiere – Zecken!

Schon ein kleiner Stich –  oft unbemerkt –  genügt!
Zecken und die von ihnen übertragenen Krankheiten Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME genannt, breiten sich in Europa immer weiter aus, währdend die Diagnose und Behandlung der Borreliose oft schwierig ist.
Es drohen chronische Verläufen mit starken Gelenkbeschwerden und sogar neurologischen Erkrankungen. Zudem können in schweren Fällen Entzündungen von Herzmuskel und Hirnhäuten sowie Lähmungen auftreten.

Wie schütze ich mich?
Ich lasse mich nicht stechen! Vermeidung von Zeckenstichen ist die beste Vorbeugung!
  • Bleiben Sie bei Spaziergängen möglichst auf festen Wegen und meiden Sie Unterholz, hohes Gras und Hautkontakt zu bodennahen Pflanzen.
  • Trotz Sommerhitze: Tragen sie geschlossene Kleidung. Hemden oder Blusen mit langen Ärmeln, Hosen mit langen Beinen. Tragen Sie geschlossene Schuhe, und – auch wenn es albern aussieht –  ziehen Sie die Strümpfe über die Hosenbeine. Wählen Sie helle Kleidung, denn auf dem hellen Stoff lassen sich zumindest erwachsene Zecken leichter ausmachen. (die Nymphen sind noch hell).
  • Tragen Sie ein Zeckenschutzmittel (Repellents) auf!  Ihre  Kleidung allein kann Sie nicht sicher schützen. Die Zecken krabbeln oft stundenlang umher und finden so doch noch leicht einen Schlupfloch zur nackten Haut. Benutzen Sie also zusätzlich ein geeignetes Zeckenschutzmittel! Behandeln Sie Arme und Beine und erneuern Sie den Schutz nach 2 Stunden. Die Stiftung Warentest hat geeignete Mittel geprüft. 
  • Suchen Sie nach dem Aufenthalt im Freien den Körper sorgfältig nach Zecken ab: die Parasiten stechen häufig nicht sofort, und nach dem Stich vergehen mehrere Stunden, bis die Borrelien übertragen werden. Bevorzugte Saugstellen sind am Kopf und am Hals sowie unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen. Besonders gründlich sollten Sie zwischen also den Beinen, unter den Armen, um den Bauchnabel herum, am Kopf, Haaransatz, Hals und an den Ohren nachsehen. Zecken lieben gut durchblutete weiche Körperstellen. 
  • Untersuchen Sie auch die getragene Kleidung, denn die Zecken können darin  bis zu drei Tage überleben, in der Waschmaschine werden die Parasiten in der Regel  abgetötet.

 Lesen Sie auch:  Zecken richtig entfernen

Borreliose und Kardenwurzel

Die Kardenwurzel

Die Kardenwurzel und Borreliose –    Karde

In den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten, wird die Kardenwurzel neuerdings in der Borreliose – Behandlung stark diskutiert.

Die Wilde Karde (lat.: Dipsacus silvestris),  auch Kardendistel genannt , ist in Europa heimisch. Sie ist – wie der Name vermuten lässt – keine Distel, sondern gehört zur Familie der Kardengewächse(dipsacacae).
Die zweijährige Pflanze wächst gerne auf steinigen, stickstoffhaltigen und kalkhaltigen Böden, wie trockenen Schuttböden, Bahndämmen, Ruinen oder Ödland, an Böschungen und Wegrändern, manchmal auch an Waldrändern und in Gebüschen.

Geschichte
bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden die abgeblühten Blütenköpfe der Karde zum Kämmen ungesponnener Wolle und zum Aufrauen von fertig gewebtem Tuch verwendet.

 Pflanzenheilkunde
Die Kardenwurzel ist seit dem 17. Jahrhundert in der Pflanzenheilkunde bekannt, ihre  Wurzel wird seit Jahrhunderten zur Reinigung, Ausleitung und Entgiftung genutzt, und findet auch Anwendung zur Stärkung von Immunsystem und der Verdauung. 
Sie wirkt antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend.

Inhaltstoffe
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Iridoide, Saponine, Iridoide und organische Säuren, Inulin, Tannin, Kalisalze, Glykoside (Scabiosid) und andere

Kardenwurzel in der Therapie
Viele Therapeuten befürworten die Kardenwurzel auch zur Linderung bei rheumatischen Erkrankungen, zur Aktivierung des Stoffwechsels und als unterstützendes Lebermittel zur Ausleitung und Entgiftung.

 In seinem Buch „Borreliose natürlich heilen“  berichtet der Buchautor und Ethnologe  Wolf-Dieter Storl über persönliche  Erfahrungen mit der Kardenwurzel bei Borreliose.
Auch  Dr. med. Dietrich Klinghardt verwendet bei Borreliose-Patienten nach der Antibiose zur Ausleitung und Unterstützung u. a. die Kardenwurzel.

Der Heilungserfolg durch Kardenwurzel soll auch über die Immunstimulation erfolgen, eine spezifisch immunstimulierend Wirksamkeit gegen bestimmte Keime wie zum Beispiel Borrelien ist aber nicht wissenschaftlich erwiesen.

Der wesentliche Aspekt in der Borreliose  Behandlung ist aber die Anregung des Leberstoffwechsels und Entgiftung zur Ausleitung der Neurotoxine.

 Lt. dem Mediziner Ritchie C. Shoemaker, sind es nicht die Borrelien, die die verschiedenen Symptome und Beschwerden hervorrufen, sondern die von ihnen ausgeschiedenen Abfallprodukte, die sog. Neurotoxine. Diese Neurotoxine regen die übermäßige Ausschüttung von Zytokinen an. Die Freisetzung von entzündungsfördernde Zytokinen aus Fettzellen ist nach Shoemaker sehr wahrscheinlich die Hauptursache der multiplen Symptome einer chronischen Lyme-Borreliose.*

Kardenwurzel selbst geerntet
Für den Selbstansatz einer Tinktur ist die beste Erntezeit der Wurzeln, je nach Witterung April – bis Mai. Die Pflanze sollte noch keinen Stängel gebildet haben, lediglich die Blattrosetten kann schon sichtbar sein. Laut Aussagen von Pflanzenkundlern seien die Wirkstoffe der Wurzel in dieser Zeit am höchsten.

Achtung:
Die Karde wächst gerne auf Schuttplätzen oder Abräumen an Feldrändern, es ist also höchste Vorsicht geboten, denn für den Laien lässt sich eine eventuelle Belastung des Bodens nicht ausschließen!

Zur Therapie ist die Einnahme einer Tinktur, der Abkochung (Tee) oder die gemahlene Kardenwurzel möglich.

Kardentinktur:
Sinnvoll ist die Einnahme als Tinktur, die nach  Arzneibuchvorschrift oder HAB wird, sie weist den höchsten Gehalt an Wirkstoffen auf. Dies ist eine Voraussetzung  für den Heilungserfolg. Die Herstellung nach DAB oder HAB unterliegt regelmäßigen Kontrollen und Standards, die Wirkstoffmenge ist relativ konstant. Die Kardentinktur wird im freiverkäuflichen Handel als “Essenz” oder „Würze“ angeboten, inhaltlich sind es jedoch vom Prinzip her die gleichen Kräuterauszüge nach Arzneibuchvorschrift. Achten Sie auf Bio-Qualität!

Tinkturen sollten nicht während der Schwangerschaft oder bei Magenschleimhautentzündung angewendet werden!
Verzehrempfehlung: 5 – 30 Tropfen täglich

Die Kardenwurzel Dipsaci radix  als Abkochung

Der Wurzelabsud (Dekokt) der wilden Karde ist die Alternative für Alle, die wegen des Alkoholgehalts keine Tinkturen einnehmen möchten.
Wichtig: Die Wurzeln müssen laut Anweisung aufgekocht werden, ein einfacher Aufguss enthält kaum ausreichend Wirkstoffe! Solche Dekokte finden häufig Anwendung in der TCM und der Phytotherapie.

Die Kardenwurzel als Pulver
Die gemahlene Wurzel der wilden Karde ist die Alternative für Alle, die wegen des Alkoholgehalts keine Tinktur einnehmen möchten. Storl empfiehlt die Anwendung gemischt mit Honig.
Die Kardenwurzel als Pulver eignet sich auch als Gewürz.

*Quelle: Ritchie C. Shoemaker: Residential and Recreational Aquisition of Possible Estuary-Associated Syndrome; A New Approach to Successful Diagnosis and Treatment, Environmental Health Perspktives

Die Lyme-Borreliose

Auszug Vortrag Dr. Klinghardt,
Bellevue, Washington, März 2005

….
An- und Endotoxine, die von den Mikroorganismen erzeugt werden

Fast alle von den Mikroben -erzeugte Toxine gehören in die große Klasse der Neurotoxine, einige auch in die große S-Gruppe der Karzinogene. Es gibt aber auch Toxine, die den T3-Rezeptor an der Zellwand blocken usw. Die verringerte Produktion von Hormonen in den Gonaden und Nebennieren ist ein häufig vorkommendes Neurotoxin verursachtes Problem in Lyme-Patienten. Eine zentrale Hemmung der Epiphyse, des Hypothalamus und der Hypophyse, ist fast immer vorhanden und erfordert oft spezielle medizinische oder heilende Maßnahmen. … Die Biotoxine der Mikroorganismen haben einen synergistischen Effekt mit Schwermetallen, Umweltgiften und Tioäthern (von Infektionen im Kieferknochen und von Nico-Läsionen), auch mit den typischen Giften von wurzelgefüllten Zähnen.

Mein veröffentlichtes Neurotoxinausleitungsprotokoll ist ein wichtiger Teil meiner Borrelienbehandlung (6, Hier&Jetzt, Ausgabe 4/2001).

Wir benutzen Toxinbindende Substanzen wie zum Beispiel faserhaltiges ungekochtes Gemüse, PC-Samento (Anmerkung: Katzenkralle) Colestyramin (13) (Anmerkung = Lipidsenker, auch Alternative: Omega 3, L-Arginin), Beta-Sitosterol, Chlorella, Apfelpektin und Mucunabohnenpulver (14). Ein effektives Schwermetallentgiftungsprotokoll sollte gleichzeitig in der ersten Phase der Borrelienbehandlung verordnet werden. Die schonende und effektive Ausscheidung von Schwermetallen ist zum großen Teil Wissenschaft, ein bisschen aber auch Kunst. Die notwendige Information ist heute leicht zu bekommen (15). (Anmerkung: Chlorella, Bärlauch, Koriandertinktur)

Der schwierigere Schritt bei der Ausscheidung von Neurotoxinen ist es, die Toxine von ihren Bindungsstellen abzulösen. Erst dann können sie zur Leber transportiert werden und von dort über die Galle in den Darm ausgeschieden werden. Von dort aus können die Bindungsmittel die Toxine aus dem Darm tragen. Die Toxine, die den T3-Rezeptor besetzen, können mit oralem T3 ausgeleitet werden mit dem sogenannten Wilson-Protokoll. (Anmerkung: spez. Schilddrüsen-Therapie) Die Toxine, die den Cortisol-Rezeptor blockieren, können mit dem ayurvedischen Pflanzenprodukt Forskolin abgelöst werden.

PC-Samento (14), Chlorella und Korianderkraut zusammen mit nicht bestrahltem Mucunabohnenpulver (14) können fast alles andere im Gewebe ablösen.

 … SH-Gluthation hilft beim Transport von Neurotoxinen aus der Zelle. DMPS (Anmerkung: Die DMPS-Therapie wird für den Bereich außerhalb des Zentralnervensystems als die wirksamste Schwermetall-Entgiftungsbehandlung angesehen. DMPS (Sodium 2,3-dimercaptopropane-l-sulfonate) wird überwiegend intravenös injiziert, kann aber (bei verminderter Wirkung) auch oral eingenommen werden. Es wird von der Berliner Firma Heyl hergestellt und ist verschreibungspflichtig, (Anmerkung: alternativ  DMAE oral eingenommen) Alternativ die Schwermetallausleitung mit Chlorella, Bärlauch und Koriander) Kalzium-EDTA (Anmerkung: nur intravenös) und intravenös auch oral verabreichtes Vitamin C transportieren Giftstoffe im extrazellulären Raum zu den Ausscheidungsorganen. Alpha-Liponsäure hilft Schwermetalle, die an Glutathion gebunden sind, aus der Leber in der Galle auszuscheiden. Die wichtigste „neue” Substanz, die hilft, Neurotoxine aus der Zelle zu befördern, sind Phospholipde. (Anmerkung: auch Soja-Lecithin) …….

 ….

Die Reaktion des Immunsystems, die durch Toxine und Mikroben ausgelöst wird

Es gibt drei Möglichkeiten, wie das Immunsystem modifiziert wird durch die Lyme-Borreliose:

Die Art und Weise, wie das Immunsystem auf die Gegenwart der Mikroben reagiert, hängt zum großen Teil von Faktoren des Gastgebers ab:
• die genetisch programmierte Qualität und Quantität der Entgiftungsenzyme
• frühere Erkrankungen
• Kindheitstrauma
• elektromagnetischer Stress (Schlafplatz, Benutzung von Handys, elektromagnetische Belastung im Auto
• Lebensmittelallergien und Ernährung
• Sozioökonomische Faktoren
• Operationen und durchgemachte Erkrankungen
• Ernährung
• Bewegungsmangel
• Stress
• Zahnbelastung (Amalgam, Bisssenkung, Wurzelfüllungen, Kieferinfektionen)

Anergie – Die Abwesenheit einer adäquaten Immunreaktion

Einer der bekannteren Mechanismen, den die Keime benutzen, um das Immunsystem lahm zu legen, ist Hyperkoagulation. Die Mikroben tendieren dazu, im Endothel der Gefäße zu leben, wo für sie die Nährstoffe in Hülle und Fülle vorhanden sind. Um den Zellen des Immunsystems nicht aufzufallen, steuern die Keime den Koagulationsmechanismus des Gastgebers. Im Blut entsteht zu viel Fibrin, das dann im Endothel abgelegt wird und sozusagen eine Decke über die Keime legt. Nährstoffe filtrieren noch durch diese Decke, aber das Immunsystem kann die Keime nicht mehr erkennen. Der Laborrest, der dieses Problem aufzeigen kann, ist der Bluttest für „Lösliche Fibrin-Monomere”. Zur Behandlung benutzen wir wieder die KMT-Technologie, (Anmerkung: ähnl. Dr. Clark Zapper) die die Zellen des Immunsystems aufweckt.

Rechtsregulat (Anmerkung: auch Vitabiosa) ist ein enzymhaltiges Getränk, …. Es führt zu einer Auflösung der pathologischen Fibrinmonomere und verhindert damit diesen Aspekt der Problematik. Wir haben in unseren Untersuchungen gefunden, dass das Rechtsregulat effektiver als die zweimal tägliche Injektion von Heparin ist. Vorgeschlagene Dosis: 50 ml täglich in einem Glas Wasser. Unter den weiteren Mechanismen ist der bekannteste die so genannte „Molecular Mimicry” – die Zellwand der Spirochäten enthält Zuckermoleküle und Proteinbausteine, die mit dem Myelin der Nervenscheiden identisch sind. Daher wundert es uns nicht, dass wir bei über 60% unserer MS Patienten eine Borrelieninfektion finden.

…….

Viele Ärzte in Europa sind erst seit wenigen Jahren auf den Zug der Borrelienbehandlung aufgesprungen und versuchen, sich einen Namen dadurch zu machen, dass sie amerikanische Bücher und die Homepage von Joe Burrescano, MD kopieren. Man erkennt den Novizen bei der Borrelienbehandlung daran, dass er stur Antibiotika verschreibt, die im allgemeinen nur kurzzeitig wirken und wenig Langzeiterfolge bringen. Es ist gegenwärtig bekannt, dass unter Einbezug der verschiedenen Mechanismen, die die Borrelien entwickeln können, es oft notwendig ist, mindestens für 18 Monate mit Antibiotika zu behandeln, um Heilung zu erzielen (25). Wir haben ernste und bleibende Nebenwirkungen beobachtet wie zum Beispiel Nierenversagen, Tinnitus, Immunsystemschwächungen und andere. Wenn wir der Wissenschaft und der Literatur vertrauen und in Gegenden wie zum Beispiel dem Schwarzwald 12-22 Prozent der Stechfliegen und der Mücken Borrelienträger sind, geht es nur wenige Wochen, bis der geheilte Borrelienpatient wieder infiziert ist. Es macht keinen Sinn, für 1 ½ Jahre mit Antibiotika zu behandeln, um einen beschwerdefreien Raum von wenigen Wochen damit zu erzielen, bevor wieder behandelt werden muss. Ich bin kein Gegner der Antibiotikabehandlung. Antibiotika haben vielen meiner Patienten geholfen, aus dem tiefen Loch der Erkrankung erst einmal herauszukommen. Sobald der Patient wieder denken kann und einigermaßen funktionstüchtig ist, sollte die Behandlung jedoch umgestellt werden auf die hier erwähnten Methoden. Wenn die hier beschriebenen synergistischen Prinzipien berücksichtigt werden erholen sich Borrelienpatienten und können ein erfüllendes normales Leben führen. Manche Aspekte der Behandlung sollten jedoch zeitlebens weitergeführt werden.

Die Mineralienfrage

 Unter Borrelienpatienten ist bekannt, dass es zu einer Verarmung von Spurenelementen, Elektrolyten und Mineralien kommt. Die Mineralien, die grundsätzlich bei den meisten Borrelienpatienten verarmt sind, sind Magnesium, Kupfer, Mangan und Litium.(Anmerkung: gutes Mineralstoffpräparat) Ein Jodmangel ist ebenso häufig. Die RD-Diagnostik kann diese Defizite leicht aufzeigen und entsprechende Substanzen sollten zugeführt werden. Aus schul-medizinischer Sicht verwenden wir den rbc Mineralien-Test (Messung der Mineralien in den roten Blutkörperchen). Leider gibt es in diesem Bereich viel Missinformationen: Die Makrophagen verwenden Kupfer, Mangan und Eisen, um die phagozytierten Mikroben abzutöten (Kupfer ist ein Teil des Enzyms Superoxyd-Dismutase).

Die so verwendeten Metalle werden im Prozess oxidiert und wenn die Entgiftungskanäle des Körpers überlastet sind, werden diese oxidierten Metalle im Körper abgelagert und erscheinen dann im Haar und im Bindegewebe. Leider wird die Haaranalyse oft fälschlicherweise so interpretiert, dass wenn dort Kupfer gefunden wird, sei der Patient mit Kupfer vergiftet. Dieser Patient braucht Kupfer. Allerdings muss das „kompartmentalisierte” Kupfer chemisch reduziert werden durch Antioxidantien und aus dem Gewebe transportiert werden, was mit homöopathischem Kupfer oft möglich ist. Rosskastanienextrakt hilft oft, das Bindegewebe durchgängig zu machen für die rückläufigen Metalle.

Lithium in geringen Dosen (15 mg/Tag) ist hier in den USA als Nahrungsmittelersatzstoff in jedem Gesundheitsladen erhältlich. Lithium stabilisiert das zentrale Nervensystem und verringert oft innerhalb weniger Tage die neurologischen Symptome unserer Lyme-Patienten. (Anmerkung: Lithium in Deutschland verschreibungspflichtig – starke Nebenwirkungen) Oft gebe ich in der Anfangsphase der Behandlung zwei Mal pro Woche intravenös Magnesium in der Form eines Meyer-Cocktails, der in einer früheren Ausgabe der Hier und Jetzt veröffentlicht wurde.

Patienten mit einem Defekt der Methyelierungs-Gene und der entsprechenden Enzyme behandle ich mir einer oralen Lösung von Folsäure und Hydroxykobolamin (Anmerkung: Vitamin B) im Verhältnis 5 : 2. Der Patient nimmt ein ½ Kubik dieser Lösung alle vier Stunden oral sublingual ein und es kommt damit oft zu einer dramatischen Verringerung der Gehirnsymptomatik, insbesondere bei Kindern und Säuglingen.

Patienten, die im normalen Blutbild einen niederen Spiegel der alkalischen Phosphate haben, leiden oft unter einer Pyrrolurie. Der entsprechende Bluttest ist relativ unzuverlässig. Das Blut muss sofort eingefroren werden, bevor es ins Labor verschickt wird und oft gibt es falsch-negative Resultate. Ein Patient mit dieser Erkrankung scheidet vermehrt Vitamin B6 und Zink aus, das in hohem Maße ersetzt werden muss…

 Sequenz

 Es gibt eine innere Ordnung, die eine sanfte und erfolgreiche Behandlung ermöglicht. Mikroorganismen müssen in einer bestimmten Reihenfolge behandelt werden. Es macht keinen Sinn, zuerst die Viren zu behandeln und dann die Würmer. Wir wissen, dass die Würmer im Darm alle infiziert sind mit Viren. Werden die Viren zuerst behandelt und dann die Würmer, überleben die Viren in den Würmern die Behandlung und schlüpfen dann wieder aus, sobald die Würmer getötet werden. Dann hat der Patient seine virale Infektion wieder und ist die Würmer los, aber nicht die Viren.

Die Behandlung der Infektion sollte immer eine Kombinationsstrategie sein, wobei immer die KMT-Frequenzen verwendet werden, entsprechende Kräuter oder Antibiotika und andere angemessene Methoden. Das Programm sollte immer begleitet werden von einem Toxinausleitungsprotokoll, guter Psychotherapie und allgemeiner Lebenshygiene. Alle uns bekannten methodischen Schritte aus der biologischen und Alternativmedizin haben hier ihren Platz.

 Das Borrelien-ABC

A.) Würmer

Wir fangen immer an mit einer Wurmkur…

 Salz und Vitamin C-Protokoll (19), das selbst auch einen unabhängigen Effekt gegen die Spirochäten selber hat. Die hohe Salzkonzentration tötet große Parasiten durch osmotische Dehydratation (osmotischer Schock). Hohe Salzeinnahme fördert auch die Aktivität des Enzyms Elastase, das einen starken Antispirochäteneffekt hat (4). Die Elastase macht Löcher in der Zellwand der Keime und diese dann empfindlich für unsere Kräuterbehandlung und die anderen Behandlungsschritte.

Protokoll: 1,5 g Salz pro 10 kg Körpergewicht in vier geteilten Dosen pro Tag. Mit jeder Dose gibt man auch 1-4 g Vitamin C. Vitamin C wird so dosiert, dass gerade eben kein Durchfall entsteht. Ich gebe diese Substanzen für 3-6 Wochen mit einer anschließenden zwei Wochen Pause. Ich habe viele Borrelienpatienten, denen es unter dieser Behandlung super geht, die aber ohne die Behandlung wieder in ihren alten Status zurückfallen.

Ein Patient war vom Hals an gelähmt und seit Jahren im Rollstuhl, der unter dieser Behandlung wieder völlig motorisch und sensorisch normal ist, gehen kann, seinem Beruf nachgehen kann. Sobald er mit der Salzdosis versucht herunterzugehen, kommen die Lähmungserscheinungen in den Beinen wieder zurück

…..

Gelegentlich benutzen wir auch Hulda Clarks Kräuterprogramm….(Anmerkung. Dr. Clark Darmkur)

F.) Pilzinfektion und Mykotoxine

Wichtig ist, die Ernährung des Patienten umzustellen auf eine Diät, die hohe Eiweißanteile und hohe Fettanteile hat und nur geringe Zucker/ Kohlehydratanteile. Es ist auch wichtig festzustellen, ob der Patient eine Pilzbelastung im Haus hat durch Wasserschäden.

Das effektivste Pilzmittel aus der Natur ist der gefriergetrocknete biologisch angebaute Knoblauch (bzw. Bärlauch Dr. Pandalis – Anmerkung).  Das effektivste schulmedizinische Mittel ist das Ampho Moronal 250 mg 2 x täglich für 9 Monate. Pilzbelastungen und die daraus resultierenden Mykotoxin-Überlastungen werden häufig übersehen und sind ganz wesentlich bei der Karzinogenese beteiligt. Pilztoxine werden effektiv über die Leber ausgeleitet mit intravenösen Gaben von Glutathion, Alpha-Liponsäure und Vitamin C. Wir verwenden auch ozoniertes Rizinusöl, sowohl als Tropfen als auch als Zäpfchen (Para Rizol).

G.) Mykoplasmen

Dies sind zellwandarme Organismen, (Anmerkung: Bakterien) die gut ansprechen auf Rechtsregulat.(Anmerkung: Vitabiosa) Das KMT-Programm Nr. 4 enthält die myko-plasmenhemmenden Frequenzen. Mycoplasmen sind oft verantwortlich für die Müdigkeit der Borrelien Patienten. Sie werden schulmedizinisch für Monate mit Antibiotika behandelt.

H.) Spirocheten und ihre Co-Infektionen (Bartonella, Ehrlichiose, Rickettsiose, Brucella abortus, Babesia)

Wir verwenden alternierende 6-Wochen-Programme mit Weberkarden-Extrakt (Anmerkung: Kardenwurzel) und … Katzenkralle … einer Pflanze aus dem Amazonasgebiet, …. einen enormen Effekt gegen Borrelien und ähnliche Erreger hat ….

Ich benutze auch Echinacea Wurzel-Tinktur und immer wieder den gefriergetrockneten Knoblauch. Alizin vom Knoblauch ist sehr effektiv bei der Behandlung der Spirochäten. (Anmerkung: Inzwischen  wird eher Bärlauch eingesetzt)

…. Injektionen mit Bienengift sind seit langer Zeit eine meiner beliebtesten Behandlungsmethoden für die Borrelien. Das Peptid Mellitin (Anmerkung: Bienengift) hat eine stark antibiotische Wirkung gegen die Lyme-Borreliose (24). Bienengift enthält auch „neuronal growth factor”, die Substanz, die notwendig ist für das Heilen des angeschlagenen Nervensystems unserer Lyme-Patienten. (Anmerkung: Propolis!) Für die psychiatrischen Indikationen meiner Lyme-Patienten verwende ich hohe Dosen von Niacin (Anmerkung: Vitamin B3) (3-6 g) in 3-4 Dosen mit oft dramatischen Ergebnissen. Niazinamid und das so genannte No-Flush-Niazin funktionieren nicht.

Niacin hat einen enormen antibiotischen Effekt gegen alle Typen von Borrelien (12). Ich gebe dem Patienten initial als Testdose 100 mg Niacin. Es kommt dann zu einer Hautrötung mit Jucken und der Patient kann sich mit dieser Reaktion vertraut machen. Dann gehe ich rasch dazu über, einen Tag zu verwenden, um den Patienten an die volle Dosis anzupassen. Der Patient nimmt 500 mg, wartet ab, bis der Flush vorbei ist, nimmt dann drei Stunden später sofort die nächsten 500 mg, der nächste Flush ist dann geringer und drei Stunden später wieder die nächste Dosis, so dass bis zum Abend 3 g eingenommen werden. Wenn der Patient diese Dosierung beibehält, verschwindet das Flush- Phänomen innerhalb weniger Wochen und der Patient hat keine Probleme damit. Wird die Behandlung unterbrochen, kommt es wieder zum vollen Flush, der sehr unangenehm und sehr beängstigend sein kann. In dem Flush-Phänomen selber findet eine Entgiftung statt.

Daher prämedizieren wir den Patienten mit hohen Dosen Chlorella, bevor das Niacin eingeführt wird. Angeblich soll das Niacin die Leber belasten. Ich habe in meiner Praxis in 20 Jahren nie eine Leberstörung beobachtet und habe auch keine glaubhafte entsprechende Literatur gefunden.


Meine Antibiotikafavoriten sind Minozyklin und Zithromax (beide wirken symbiotisch, indem sie sich an verschiedene Regionen der Bakterienwand anhaften. Beide hemmen das Mikrobenwachstum, in dem sie an verschiedenen Stellen der Proteintranskription interferieren. Ich benutze auch häufig Rifahmpin. Relativ viele Borrelienpatienten entwickeln eine Sarkoidose (Morbus Boeck), die oft übersehen wird (11).

…. Andere Behandlungen sind unerwarteter Weise effektiv: Zum Beispiel Schienen im Zahnbereich, Farbtherapie, Tomatis Therapie, (Anmerkung: Musiktherapie) neurosensorische Stimulation, Körpertemperatur erhöhen mit T3 oder T4-Hormon, (Anmerkung: auch Infrarotsauna) regelmäßige Bienengifttherapie, hohe Magnesiumgaben, regenerative Kryotherapie (Anmerkung: Behandlung durch kurzzeitige örtliche Tiefkühlung) und viele andere.

Quellen:
Bee Stings as Lyme Inhibitor: L. L. Lubke and C. F. Garon, J. Clin. Infect. Diseases, July 1997, 25 Suppl. 1, pp. 48-5 1,MELISA(LTT) Center, Labor Dr. Sandkamp, Köster, Hiller,Norderoog 2,28259 Bremen, Tel.: 0421-5725369, Fax: 0421-571249 INK-Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt GmbH, Stuttgart (http://www.ink.ag), www.mercola.com : The Treatment of Lyme Disease with Bee Venom: D.Klinghardt, M.D., Ph.D., 1999, Lyme disease, potential plague of the 21st century: R Bradford and H Allen,Townsend Letter for Doctors and Patients, Jan 2005, 70-79
Borrelia burgdorferi group: in-vitro antibiotic sensitivity: Orv Hetil, 2002 May 26; 143(21): 1195-8 (article in Hungarian), JP Henneberg, U Neubert -department of dermatology, Ludwig Maximillian University, Munich, Germany, Personal experience while doing a residency rotation in neurology at the Albert Ludwig -University, Freiburg, Germany under Prof.Faust (1976), www.Bowen.org, www.ncuraltherapy.com, Klinik der Lyme-Borreliose: Hans Huber Verlag, Bern www.vcu.edu / Journal of lmmunology Dec 2004
The etiologic agent of Lyme disease in deer flies, horse flies and mosquitoes J.Infect Dis 154 (1986), 355-358, LA Magnarelli, JF Anderson, AG Barbour, Borrelia Burgdorferi infection may be the cause of sarcoidosis, Hua B, Li QD: Chin Med / J (Engl) 1992 Jul; 105(7): 560-3, www.chronicneurotoxins.com ,www.neuraltherapy.com Klinghardt Matrix Therapy (KMT) manual/video, www.neuraltherapv.com applied neurobiology (APN) manual/video, ww.neuraltherapy.com Neuraltherapy Papers, www.kryopraxis.de, nursc@andreannavaughan.com, MELISA(LTT) Center, Labor Dr. Sandkamp, Köster, Hiller, Norderoog 2,28259 Bremen Bee Venom Therapy for Chronic Pain: D. Klinghardt, J. of Neurol and Orthop., Med and Surg., Vol. 11, Issue 9, Oct 1990, pp. 195-197
www.mercola.com : The Treatment of Lyme Disease with Bee Venom: D.Klinghardt, M.D., Ph.D., 1999, Bee Stings as Lyme Inhibitor: L. L. Lubke and C. F. Garon, J. Clin. Infect. Diseases, July 1997, 25 Suppl. 1, pp. 48-5 1, Lyme disease, potential plague of the 21st century: R Bradford and H Allen, Townsend Letter for Doctors and Patients, Jan 2005, 70-79

Die Gefahr aus dem Unterholz

Der Frühling zieht ins Land.
Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, die Düfte nach zarten Blüten, das erste anmutige Grün. Wir atmen auf und genießen die lauen Lüfte mit Herz und Seele.

Aber mit den Frühlingslüften lauern sie wieder in Wiesen und Gebüsch: Zecken

Schon ab acht Grad Celsius begeben sich die kleinen Spinnentiere auf die „Jagd“.
Als Parasit sind sie auf andere Lebewesen angewiesen, um sich von deren Blut zu ernähren. Als Wirte dienen Warmblüter wie Vögel, Säugetiere aber eben auch wir Menschen!

Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen
Die Zecken sitzen auf  hochgewachsenen Gräsern, im Unterholz, in  Hecken und am Rand von Waldlichtungen. Dort warten sie – oft  über Wochen –, bis ein Warmblüter vorbeikommt. Sie spüren über ein besonderes Sinnesorgan an den Vorderbeinchen, dem Haller´sche Organ, wenn sich ein Opfer nähert. Sie reagieren auf Gerüche (Schweiß), Wärme, plötzlichem Wechsel von Licht- und Schatten, Vibrationen. Passiert ein geeignetes Opfer ihre Sitzplatz, lassen sich einfach abstreifen und heften sich an ihren Wirt.
Zecken lassen sich also nicht – wie oft berichtet –  von einem Baum aus auf einen Menschen fallen lassen, sie können gar nicht  so hoch krabbeln. Die winzigen Larven erklettern eine Höhe von bis zu 25 Zentimeter, Nymphen bis zu 50 Zentimeter und erwachsene Zecken bis zu 1,5 Metern.

Der Stich der Zecke
Hat sie ihr Opfer “geentert”, bohrt sie ihren hochentwickelten Stachel nicht gleich in ihren Wirt, sondern sucht zunächst eine für sie geeignete Stelle, gerne besonders dünne warme Hautstellen wie Kniekehlen, unter den Achseln,  in der Leiste oder bei Hautläsionen.

Sie ritzt die Haut  Ihres Opfers mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen (Cheliceren) an und  fixiert ihren Stachel mit den zahlreichen kleinen Widerhaken – dem Hyposom – in der Wunde. Gleichzeitig spritzt sie ein betäubendes gerinnungshemmendes Sekret in die Einstichstelle, wie wir es z.B. auch von Mücken kennen; manche Zeckenarten geben sogar einen Klebstoff ab, der sie zusätzlich sichert.

Gefahren durch einen Zeckenstich
Ist die Zecke mit Krankheitserregern infiziert, kann ein eigentlich  harmloser Zeckenstich zur Gefahr für den Menschen werden.

Borreliose
Die Borreliose wird durch eine Infektion mit Bakterien (z.B. Borrelia burgdorferi) verursacht. Die Infektion kann viele Organe befallen und auch einen chronischen Verlauf verursachen.  War die Borreliose in früheren Jahren nur in Bayern, im Schwarzwald und in Österreich und der Schweiz bekannt,  gelten  inzwischen auch Zecken in ganz Deutschland als potentielle Träger dieser gefährlichen Bakterien.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Die FSME (durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung) ist eine Viruserkrankung. Im Gegensatz zu den Borrelien ist die Infektionsrate der Zecken deutlich geringer, jedoch kann eine Übertragung sehr früh nach dem Stich erfolgen.
Die Erkrankung tritt im Gegensatz zur Borreliose regional vor allem in Süddeutschland auf. FSME-Risikogebiete werden jährlich vom Robert-Koch-Institut bekannt gegeben.

Etwa zehn bis 35 Prozent aller Zecken in Europa übertragen Borreliose, bei der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis sind es etwa ein bis fünf Prozent.

Der beste Schutz gegen Borreliose ist das gründliche Absuchen des Körpers und eine möglichst schnelle Entfernung von Zecken.

Da die Diagnose Borreliose vor allem im frühen Stadium sehr unsicher ist, gibt es die Möglichkeit, die Zecken auf Krankheitserreger zu untersuchen, um bei der Therapie nicht unnötig Zeit zu verlieren. Wir vermitteln die Zecken Labor-Untersuchung  auf die Krankheitserreger Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), die von einem renommiertem Labor durchgeführt wird.