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Einfach gesünder leben?

Zivilisationskrankheiten und ihre Ursachen.
Als Zivilisationskrankheiten werden vor allem solche Erkrankungen bezeichnet, die in Ländern mit hoher Industrialisierung und einem Alltagsleben, das von wissenschaftlich-technischem Fortschritt geprägt ist, gehäuft auftreten. So genannte
Zivilisationskrankheiten treten insbesondere in Zusammenhang mit der
Veränderung der natürlichen Lebens- und Nahrungsgewohnheiten auf. Dazu gehört
die vermehrte industrielle Nahrungsherstellung, der vielfache Griff zu
Fertiggerichten, verminderte Frischkost bei der Ernährung. Bei den
Lebensgewohnheiten werden solche Krankheiten durch Bewegungsmangel,
unzureichenden Aufenthalt an frischer Luft, unregelmäßigen Tag- und Nachtrhythmus
und vermehrten Stress gefördert.

Zu den so genannten Zivilisationskrankheiten gehören vor allem Erkrankungen des
Herz-Kreislauf-System bis zum Infarkt und Schlaganfall, Erkrankungen der
Psyche, des Magen-Darm-Traktes, Erkrankungen durch Mangelerscheinungen von
Vitaminen, Mineralien und Enzymen, Übergewicht und Folgekrankheiten, Diabetes,
Osteoporose und eine Reihe von Krebsleiden.

Vielen dieser Erkrankungen kann durch eine Umstellung der Ernährung und eine gesündere Lebensweise vorgebeugt werden. Ebenso können Heilungsprozesse in Gang gesetzt und beschleunigt werden, wenn Ess- und Lebensgewohnheiten wieder den Erfordernissen des menschlichen Körpers angepasst werden. Sport, regelmäßige Bewegung an frischer Luft, gesunde Ernährung mit ausreichend Frischkost, Eiweißen, vollwertigen Vollkornprodukten und reduzierter Aufnahme von gesättigten Fettsäuren können vielen Erkrankungen vorbeugen, beziehungsweise die Heilung unterstützen.

Gute Nahrungsergänzung kann den Mangel an Vitalstoffen durch die durch intensive Landwirtschaft ausgelaugte Böden ausgleichen.

Eine große Rolle spielt hierbei auch die Psyche des Menschen. Ständiger Stress, Überforderung und Zeitdruck sind Urheber nicht weniger der Zivilisationserkrankungen. Vielfach finden Menschen erst nach einem Infarkt oder Schlaganfall durch gezieltes Erlernen zu einer gesünderen Lebensweise. Oft sind jedoch durch ungesunde Kost und Lebensweise bereits chronische Schäden eingetreten. Dem zu begegnen gilt es bereits im
Kindesalter. Kinder sollten früh an natürliche Kost und gesunde Lebensweise
rechtzeitig herangeführt werden.

 

Fisch für die Augen

Wer regelmäßig Fisch isst, schützt Herz und Kreislauf und wappnet sich gegen Infarkt und Schlaganfall. Das ist bekannt. Der Konsum vermindert aber auch die Gefahr für Altersblindheit (altersabhängige Makulardegeneration, AMD) auffallend!
Das stellten Forscher der Universität Harvard und dem Brigham an Woman´s Hospital in Boston fest.*

Makula-Degeneration
Geschätzte 9 Millionen Erwachsene in den USA  im Alter von 40 Jahren und älter weisen Anzeichen für altersbedingte Makulardegeneration (AMD) auf. Bei weiteren  7,3 Millionen Personen ist AMD im Frühstadium feststellbar. Für diese Krankheitsstadien gibt es bisher keine anerkannten Mittel zur Prävention.

Fisch für die Augen
Den positivem Effekt von Fischverzehr zur Vermeidung von AMD führen die Wissenschaftler auf die vor allem in Fischen mit fettreichem roten Fleisch reichlich enthaltenen Omega-3 Fettsäuren zurück. Für die Studie hatten sie bei 38 876 Frauen die Ernährung und das Auftreten von AMD über 10 Jahre protokolliert. Ihr Ergebnis lässt hoffen: Mindestens eine Fischmahlzeit in der Woche verringerte das Risiko für das verbreitete Netzhautleiden um 42 Prozent gegenüber einer fischarmen Ernährung.

Fischöl
Fischfett enthält eine andere Fettmischung als beispielsweise Schweinefett oder Fett vom Rind. Nahrungsfett besteht aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Als gesund gelten dabei nur die ungesättigten Fettsäuren, die Omega-3 Fettsäuren
Fisch enthält nun größere Mengen von diesen günstigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Und zwar in einer besonderen Zusammensetzung, die in Pflanzenfett so nicht vorkommt.

 Der menschl. Organismus benötigt Omega-3 Fettsäuren unbedingt, kann sie aber nicht selbst herstellen. Omega-3 Fettsäuren werden im Darm vom Körper aufgenommen und durch das Blut als wichtiger Baustein für Zellmembranen zu den verschiedenen Organen und Geweben transportiert.

Omega-3 Fettsäuren
Die bedeutsamsten Omega-3 Fettsäuren sind: die Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EAP) und Docosahexaensäure (DHA). Sie senken erhöhten Cholesterinspiegel und Blutdruck und reduzieren die Thrombozytenaggregation (Verklebung von Blutplättchen).  Omega -3 Fettsäuren verhindern die Entstehung von Prostaglandinen und können somit vorbeugend gegen Entzündungen und rheumatische Erkrankungen eingesetzt werden. In den letzten Jahren ist zudem  eine schützende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren bei Herzrhythmusstörungen und der Gefahr eines plötzlichen Herztods in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Ein Mangel an essentiellen Fettsäuren zeigt sich u.a. auch an einem schlechten Allgemeinzustand der Haut und des Haarkleides, spröde Haut, Schuppenbildung und Juckreiz.

Omega-3 Öl Kapseln
Nicht jeder liebt Fisch auf seinem  Speisezettel. Zudem stellt die Überfischung der Meere ein schwerwiegendes Problem dar.
Eine Alternative zu Thunfisch und CO stellen Biologisch gewonnene  kontrollierte Omega-3 Kapseln dar. Für Vegetarier bietet sich  Omega -3 Perillaöl an.

*(William G. Christen, ScD; Debra A. Schaumberg, ScD; Robert J. Glynn, ScD; Julie E. Buring, ScD, Archives of Ophthalmology online first, März 2011)