Borreliose? V. und …weitere Diagnosemethoden

Eine Borreliose muss immer in ihrem gesamten Krankheitsbildes diagnostiziert werden, offensichtlich gibt es derzeit keinen Test, der sicher eine Infektion mit Borrelien bestätigen oder ausschließen kann, alle zur Verfügung stehenden Tests können eine Diagnose nur unterstützen.

Die Suchtests Elisa und Westernblot, der LTT und  Liquor-Test

Aussenseiter-Tests
Die Diagnose über  aufwendige Tests zum Direktnachweis von Borrelien oder der Antikörper wie z. B. der recomBlot Borrelia Test, der T-cellspot Borrelien,  Interferon-Gamma-Test oder Immuntoleranztest ITT®  sind zum großen Teil noch nicht ausreichend geprüft, und die Qualität Ihrer Ergebnisse noch nicht hinlänglich verifiziert. Sie sind keine Kassenleistung und z.T. relativ kostspielig.

Der Elektromagnetische Bluttest konzentriert sich nicht auf Antikörper, sondern auf die Erreger selbst. Eine Blutprobe vom Patienten wird in einem Speziallabor mit biophysikalischen Methoden nach Borrelien und Co-Infektionen untersucht. Sind lebende Erreger vorhanden, fällt der Test positiv aus. – keine Kassenleistung

Der Immunfluoreszenztest (IFT) misst Antikörper die durch spezielle Farbstoffe lichtmikroskopisch sichtbar gemacht werden. Es werden alle Borrelien-Antigene aufgezeigt und es können  alle Borrelien-Antikörper einer Art nachgewiesen werden.
Zur Überwachung einer Therapie gut geeignet. – keine Kassenleistung

Der Hämagglutinations-Hemm-Test (Hämagglutinationstest, Hirst-Test) wird i.d.R. zur Diagnostik bei Virusinfektionen angewendet. Dieser Test beruht darauf, dass die blutverklumpende (hämagglutinierende) Wirkung mancher Viren durch Antikörper, die an die hämagglutinierenden Virusbestandteile binden, gehemmt wird.

Der Graustufentest (VCS – Test, Visual Contrast Sensitivity) wird in der Borreliose Sprechstunde Prof. Dr. Hartmann in Ansbach durchgeführt. Für den Graustufentest muss der Patient auf einer Sehtafel verschiedene Grautöne unterscheiden, Mängel in der visuellen Wahrnehmung dabei können auf Borreliose-Toxine im Körper hinweisen. Test und der entsprechende Therapievorschlag sind mit rund 40 Euro relativ preiswert.

Viele Borrelioseerkrankungen können sich durch die ungewöhnliche Inkubationsstadien so folgenschwer entwickeln. Die Zeit von der Ansteckung durch Zeckenstich bis Ausbruch der Erkrankung ist bei der Borreliose oft unbestimmt. Sie kann Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre betragen. Die Infektion verläuft oft unerkannt, vor allem  wenn zu Infektionsbeginn keine eklatanten Krankheitsmerkmale wie etwa eine Wanderröte (Erythema migrans) auftraten.

Naturheilverfahren bei Borreliose

Quellen: R.B. Stricker, E.E.Winger: Decreased CD57 lymphocyte subset in patients with chronic (B.Wilske et al., Lyme-Borreliose in: Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik. Urban&Fischer Verlag, 2000
J.J. Burrascano: Fortschritte im Verständnis der Lyme-Krankheit (Advances Topics in Lyme Disease), 15. Ausgabe 2005, ilads.org/files/burrascano_0905.pdf
Lyme disease. Immunology Letters 76; 43-48 (2001)
F. Dressler; H.-I. Huppertz: Lyme-Arthritis, arthritis + rheuma 2/2011
Institut für Medizinische Diagnostik – Berlin J Lab Med 2007; 31: 149-158

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